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BLKÖ:Zimmermann, Joseph (gest. um 1769)

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Band: 60 (1891), ab Seite: 138. (Quelle)
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9. Joseph Zimmermann (gest. in Wien um 1769), ein Wiener Bürger und Hausbesitzer, dessen Andenken sich in seiner letztwilligen Verfügung erhalten hat. In seinem am 3. October 1769 veröffentlichten Testamente verpflichtet er seine Frau und Universalerbin Elisabeth, aus ihrem Vermögen ein Capital von 20.000 fl. zurückzulassen, [139] welches zu einer Stiftung für 12 arme Knaben von Innsbruck in Tirol, deren Eltern unvermögend sind, sie studiren zu lassen, gewidmet bleiben und zu Handen des Wiener Stadtmagistrates hinterlegt werden soll. Damit sich aber Capital und Interessen nach und nach so vermehre, daß jedem Knaben jährlich 100 fl. verabfolgt und nach vollendeter Philosophie 50 fl. auf ein neues Kleid gegeben werden können, so wären anfänglich nur 6, dann 9 und endlich 12 Knaben in die Stiftung aufzunehmen. Die Stiftlinge können zu Innsbruck in Tirol oder in Wien studiren, verlieren aber nach vollendeter Philosophie den Genuß des Stipendiums. Die Stiftung nahm 1800 ihren Anfang. Das Präsentationsrecht übt der Wiener Stadtmagistrat, welcher sich in Betreff der Innsbrucker mit dem Magistrat zu Innsbruck ins Einvernehmen zu setzen hat. [Geusau (Anton von). Geschichte der Stiftungen, Erziehungs- und Unterrichtsanstalten in Wien von den ältesten Zeiten bis auf das gegenwärtige Jahr (1803) (Wien 1803., kl. 8°.) S. 423.] –