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BLKÖ:Zierotin, Hynko von

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Band: 60 (1891), ab Seite: 82. (Quelle)
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21. Hynko – deutsch bald Heinrich, bald Ignaz – lebte im 12. Jahrhunderte und ist der erste Zierotin, von dem sich eine urkundliche Nachricht findet. Als nach dem Siege des Sultans Saladin bei Tiberias 1187 die hundert [83] Jahre früher von den Christen erstürmte Stadt Jerusalem wieder in die Hände der Ungläubigen gefallen, faßte Hynko den Entschluß, sich zu einem Zuge zu rüsten und dem heiligen Lande Hilfe zu bringen. Da schrieb Papst Gregor VIII. an Zierotin, daß er mit Freude dessen Vorhaben vernommen und ihn mit allen Angehörigen in des h. Petrus Schutz nehme, so lange als der Ritter sich an den nächsten vom apostolischen Stuhle zu bestimmenden allgemeinen Kreuzzug anschließen werde, und man von seiner Rückkehr oder seinem Tode versichert sei. Auch Bischof Kain von Olmütz sprach der Kirche Fluch gegen Alle aus, die es wagen sollten, gegen Zierotin, dessen Familie, Vasallen, Knechte oder Länder Unrecht zu thun oder Gewalt zu gebrauchen. Ob Hynko aber seinen Vorsatz ausgeführt, oder gar nicht ins Morgenland gezogen, oder dort ein Opfer der allgemeinen Christenvertilgung geworden, darüber schweigt die Geschichte. [Dobner (Gelas). Tom. IV, p. 250.] –