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BLKÖ:Zamoyski, Florian

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Band: 59 (1890), ab Seite: 145. (Quelle)
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4. Florian, der in der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts lebte, erscheint als der Ahnherr des Hauses Zamoyski; unbedenklicher will uns freilich als solcher Thomas [S. 150, Nr. 18] bedünken, von welchem der Ursprung des Namens Zamoyski abgeleitet wird. Aber alle Genealogien sind höchst unzuverlässig. Florian war Kanzler von Lęczycz, besaß in Siradien das Gut Moikowice und focht bei Poloczk 1331 gegen die Kreuzritter. Schwer verwundet lag er mit aufgeschlitztem Bauche auf der Wahlstatt. Mit beiden Händen hielt er die Wunde zu, damit die Gedärme nicht herausfielen. Während er so dalag, trat König Wladislaus IV. Lokietek an ihn heran und bemerkte zu den Umstehenden: „Was muß das für ein Schmerz sein!“ Zamoyski, die Worte des Königs vernehmend, entgegnete: „Weit größer ist der Schmerz, wenn man auf seinem Gute einen bösen Nachbar hat, denn der hat mich in den Krieg getrieben.“ Der König erwiderte ihm nun: „Wenn Du wieder gesund wirst, will ich Dich von dem bösen Nachbar befreien.“ So geschah es auch, und zum Andenken an diesen Vorgang habe ihm der König die Veränderung des Wappens gestattet, wie solche bei der Beschreibung desselben auf Seite 152 erzählt wird. –