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BLKÖ:Woroniecki, Karl von

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Band: 58 (1889), ab Seite: 121. (Quelle)
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Ein Karl von Woroniecki diente zu Ende des vorigen Jahrhunderts als Rittmeister bei Levenehr-Dragonern, welches [122] Regiment im Feldzuge 1799 in Italien stand. Im Treffen bei Magnano am 5. April genannten Jahres brachte bei dem Dorfe San Giovanni de Lupato der Feind mehrere österreichische Infanterieabtheilungen des muthigsten Widerstandes ungeachtet durch seine Ueberlegenheit zum Weichen, ja dieselben waren der Gefahr der Aufreibung oder Gefangenschaft sehr nahe. In diesem kritischen Augenblick unternahmen Rittmeister Woroniecki und noch einige andere Officiere mit ihren Reiterabtheilungen eine Attaque auf die französischen Tirailleurs, und zwar mit so glänzendem Erfolge, daß ein Theil derselben zusammengehauen, über fünfhundert zu Gefangenen gemacht und fünf sechspfündige Kanonen nebst einer Standarte erbeutet wurden. Dabei hatte sich besonders Rittmeister von Woroniecki in seinem mit dem Flügel der 2. Majors-Escadron gegen die feindliche Flanke ausgeführten Angriffe durch große Bravour ausgezeichnet. Karl von Woroniecki rückte später zum Major im Regiments vor und starb als solcher zu Fünfkirchen in Ungarn, wo damals der Stab des Regimentes sich befand, am 10. März 1806. Letzteres, dessen Inhaber seit 1849 Großherzog Leopold II. von Toscana war, wurde im Februar 1860 reducirt und dem Großherzog an Stelle desselben das 71. Infanterie-Regiment verliehen.