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BLKÖ:Wolkenstein, Siegmund Ignaz Graf

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
korrigiert
Band: 58 (1889), ab Seite: 69. (Quelle)
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33. Siegmund Ignaz Graf Wolkenstein (gest. 23. September 1696) widmete sich dem geistlichen Stande und wurde Domcapitular am Erzstifte zu Salzburg. Als solcher von dem Salzburger Domcapitel, welchem die Aufstellung der Candidaten für die Bisthümer Gurk, Chiemsee und Lavant zustand, zum Bischof von Chiemsee erwählt, erklärte er, diese Wahl insolange nicht anzunehmen, bis er nicht vom Papste die Erlaubniß erhalten würde, nebst dem Bisthum die Salzburger Dompräbende beibehalten zu dürfen. Denn es waren die vorgenannten Bisthümer mit so vielen Abgaben belastet, daß die Bischöfe ohne die Dompräbende nicht wohl bestehen konnten. Das Capitel richtete an den Papst diese gegründete Vorstellung, dieselbe hatte den erwünschten Erfolg, und Domcapitular Graf Siegmund Ignaz Wolkenstein wurde von dem Erzbischof Johann Ernst aus dem Grafenhause Thun am 15. April 1689 zum Bischof von Chiemsee geweiht. Unter seiner Regierung hat er den Chiemseer Hof zum Theile erneuert, zum Theile neu erbaut. Zum Universalerben ernannte er seinen Bruder Franz Friedrich, Domherrn zu Augsburg und Ellwangen. Er starb nach siebenjähriger Verwaltung des Bisthums und wurde im Dome zu Salzburg beigesetzt. –