Zum Inhalt springen

BLKÖ:Windisch-Grätz, Ernst Ferdinand Weriand Prinz

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
korrigiert
Band: 57 (1889), ab Seite: 58. (Quelle)
[[| bei Wikisource]]
in der Wikipedia
Ernst Ferdinand zu Windisch-Grätz in Wikidata
GND-Eintrag: 12929540X, SeeAlso
Dieser Text wurde anhand der angegebenen Quelle einmal Korrektur gelesen. Die Schreibweise sollte dem Originaltext folgen. Es ist noch ein weiterer Korrekturdurchgang nötig.
Linkvorlage für Wikipedia 
* {{BLKÖ|Windisch-Grätz, Ernst Ferdinand Weriand Prinz|57|58|}}

Windisch-Grätz, Ernst Ferdinand Weriand Prinz (k. k. Oberst, geb. 27. September 1827). Dritter Sohn des Fürsten Weriand Alois und der Fürstin Maria Eleonora geborenen Prinzessin von Lobkowitz, wurde er 1845 Lieutenant im Regimente Kaiser-Kürassiere Nr. 1, rückte 1847 zum Oberlieutenant im Chevauxlegers-Regimente Fürst Windisch-Grätz Nr. 4, mit welchem er an den Feldzügen 1848 und 1849 in Italien theilnahm, und 1851 zum Rittmeister im Uhlanen-Regimente Graf Wallmoden Nr. 5 vor. 1859 zum Major bei Fürst Windisch-Grätz-Dragonern Nr. 7 befördert, kam er in demselben Jahre zum Regimente Graf Civalart-Uhlanen Nr. 1, wo er 1862 Oberstlieutenant wurde und 1865 mit dem Oberstcharakter quittirte. 1866 machte er im Hauptquartiere des Feldzeugmeisters Ritter von Benedek den Feldzug in Böhmen mit und rettete im Gefechte bei Dobiva mit heldenmüthiger Selbstaufopferung seinen Feldherrn, wofür er das Militär-Verdienstkreuz mit der Kriegsdecoration erwarb. Prinz Ernst zu Windisch-Grätz, seit dem 17. Mai 1870 mit der Prinzessin Camilla zu Oettingen-Spielberg vermält, ist gegenwärtig eine Autorität auf dem Gebiete der prähistorischen Forschung und der Numismatik. Er besitzt eine der schönsten und interessantesten Münzensammlungen. Auch ist er ein tüchtiger Jäger, der auf den von seinem Bruder Hugo auf der krainischen Herrschaft Haasberg mit günstigsten Erfolgen eingeführten Wolfs- und Bärenjagden schon manchem dieser Raubthiere den Garaus gemacht hat.

Laibacher Zeitung, 1869, Nr. 122, im Feuilleton: „Bärenjagd in Krain“.