Zum Inhalt springen

BLKÖ:Wilhelm, Karl Adolf

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
korrigiert
<<<Vorheriger
Wilhelm, Friedrich
Band: 56 (1888), ab Seite: 174. (Quelle)
[[| bei Wikisource]]
in der Wikipedia
Karl Wilhelm in Wikidata
GND-Eintrag: 117580597, SeeAlso
Dieser Text wurde anhand der angegebenen Quelle einmal Korrektur gelesen. Die Schreibweise sollte dem Originaltext folgen. Es ist noch ein weiterer Korrekturdurchgang nötig.
Linkvorlage für Wikipedia 
* {{BLKÖ|Wilhelm, Karl Adolf|56|174|}}

4. Karl Adolf (geb. in Brünn am 15. November 1848). Der jüngere Bruder des Professors der Landwirthschaft an der technischen Hochschule in Gratz. Wie Gustav Friedrich Wilhelm, dessen ausführliche Lebensskizze S. 168 mitgetheilt wurde, widmete er sich ursprünglich der Landwirthschaft, studirte zu diesem Behufe in Ungarisch-Altenburg und Hohenheim, machte dann eine längere Studienreise und wurde nach seiner Rückkehr, 1872, Assistent der Lehrkanzel für Pflanzenbau an der neu errichteten k. k. Hochschule für Bodencultur in Wien. Im Jahre 1874 wendete er sich aber ausschließlich der Botanik zu, studirte in Straßburg unter de Barry, und 1876 zu dessen Assistenten ernannt, erlangte er daselbst den Doctorgrad. Später fand er Stellung als Assistent am forstbotanischen Institute der Universität München, 1881 aber habilitirte er sich als Privatdocent an der k. k. Hochschule für Bodencultur in Wien, an welcher er zur Zeit als Docent für Forstbotanik thätig ist. Außer zahlreichen Abhandlungen in botanischen und forstwissenschaftlichen Zeitschriften veröffentlichte er noch: „Beiträge zur Kenntniß der Pflanzengattung Aspergillus“ (Berlin 1877, Friedländer) und „Beiträge zur Kenntniß des Siebröhrenapparates dicotyler Pflanzen“ (Leipzig 1880, Engelmann). Wilhelm ist mit der Bearbeitung eines großen Werkes beschäftigt, worin er den Bau und die Beschaffenheit des Holzes seinen Studien unterzieht. –