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BLKÖ:Wickenburg, Karl

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Wickenburg, Eduard
Band: 55 (1887), ab Seite: 227. (Quelle)
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3. Karl (geb. 20. November 1820), ein Bruder der Grafen Eduard und Otto, trat gleich denselben in jungen Jahren in die kaiserliche Armee und wurde 1843 Oberlieutenant bei Prinz Karl von Preußen-Kürassieren Nr. 8. Im Feldzuge 1849 gegen die Ungarn diente der Graf bereits als Rittmeister im Regimente, welches im October 1848 vor der im vollen Aufruhr begriffenen Hauptstadt Wien stand, dann aber im December nach Ungarn vorrückte und im Graf Schlik’schen Corps mehrfache Recognoscirungen und Streifcommandos ausführte, auch mehrere Gefechte, darunter jenes bei Vérpeleth bestand. In diesem ritt Graf Karl mit seinem Flügel an der Seite des Corpscommandanten Grafen Schlik zur Uebersicht des Schlachtfeldes auf eine dasselbe beherrschende Anhöhe. Zwischen dem Standpunkte des Grafen Schlik und jenem der Huszaren zog sich eine ansehnliche schluchtähnliche Vertiefung, welche wegen des an der Thallinie befindlichen dichten Gehölzes nicht zu übersehen war. Durch dieses letztere gedeckt, rückte ein Bataillon der Polenlegion auf 70–80 Schritte heran und gab Feuer. Da attaquirte Graf Wickenburg die Plänklerschwärme und warf sie mit seinen Kürassieren, während die übrigen feindlichen Truppenabtheilungen durch unsere herangezogene Infanterie und das wirksame Geschützfeuer des Oberlieutenants Bartelmus zum Rückzuge gezwungen wurden. Später trat der Graf aus den Reihen der activen Armee, im Jahre 1860 starb er. [Thürheim (Andreas Graf)]]. Die Reiter-Regimenter der k. k. österreichischen Armee (Wien 1862, Geitler, gr. 8°.) X. Bd.: „Kürassiere“, S. 209.] –