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BLKÖ:Wißhofer, Franz Xaver

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Wißgrill, Matthias
Band: 57 (1889), ab Seite: 135. (Quelle)
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Wißhofer, Franz Xaver (Schriftsteller, Ort und Jahr seiner Geburt wie seines Todes unbekannt). Er lebte in der zweiten Hälfte des 18. und zu Anfang des 19. Jahrhunderts. Die Angaben über ihn weichen namentlich in Bezug auf die von ihm herausgegebenen Schriften stark von einander ab. Nach Meusel war er zu Ende der Neunziger-Jahre Magistratssyndicus zu Rohrbach in Oesterreich ob der Enns; nach Kehrein von 1802 bis 1809 Syndicus zu Schärding. Am 14. Jänner 1810 von der französischen Landesadministration zu Ried zum Justizrath ernannt, mußte er als solcher am 4. Juli 1810 dem Stifte Ranshofen[WS 1] am Inn dessen Aufhebung ankündigen. Am 14. September 1810 hatte aber die französische Regierung zu Ried bereits ein Ende. Die weiteren Schicksale Wißhofer’s, der nach den damals üblichen Vorgängen als früherer französischer Beamter unter der neuen österreichischen Regierung kaum wieder eine Anstellung gefunden haben dürfte, sind uns unbekannt. Kehrein führt nun an, daß derselbe den „Linzer Musen-Almanach“ (Linz 1805 und 1806) herausgegeben habe. Unter der stattlichen Folge von Musenalmanachen, welche ich besitze, wie denn auch in den bibliographischen Aufzeichnungen über solche finde ich keinen Linzer Musen-Almanach. Wohl aber finde ich Wißhofer verzeichnet als Herausgeber des „Magazins des Schönen und Nützlichen zum Vergnügen und Unterricht. Mit Musikstücken fürs Clavier von Caspar Lachner, k. k. Tabak- und Siegelgefällen-Cameralhauptverleger“, I. Jahrg. 1798; II. Jahrg., 1. Bd. 1799. Immerhin ist aber der Titel „Linzer Musen-Almanach“ nicht nur möglich, sondern sogar wahrscheinlich, da der Verleger von den ihm übrig gebliebenen Exemplaren des „Magazins“ eine neue (Titel-) Auflage, unter dem veränderten Titel „Linzer Musen-Almanach“ veranstaltet haben dürfte. – Ein anderer Wißhofer, mit dem Taufnamen Matthias, aus Tirol gebürtig, war in den Achtziger-Jahren des vorigen Jahrhunderts Priester der Chiemseer Diöcese, beschäftigte sich mit physicalisch-technischen Studien und gab den „Entwurf einer elektrischen Flinte, mit Kupfer“ (Salzburg 1780, 8°.) heraus.

Kehrein (Joseph). Biographisch-literarisches Lexikon der katholischen deutschen Dichter, Volks- und Jugendschriftsteller im 19. Jahrhundert (Zürich, Stuttgart und Würzburg 1871, Leo Wörl, gr. 8°.) Bd. II, S. 260. – Meusel, Sechster Nachtrag zu der [136] vierten Ausgabe des gelehrten Teutschland (Lemgo 1804, 8°.) S. 1059.

Anmerkungen (Wikisource)

  1. Vorlage: Ronshofen.