Zum Inhalt springen

BLKÖ:Wächter, Johann (Glöckner)

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
korrigiert
Band: 52 (1885), ab Seite: 60. (Quelle)
[[| bei Wikisource]]
in der Wikipedia
Johann Wächter in Wikidata
GND-Eintrag: [1], SeeAlso
Dieser Text wurde anhand der angegebenen Quelle einmal Korrektur gelesen. Die Schreibweise sollte dem Originaltext folgen. Es ist noch ein weiterer Korrekturdurchgang nötig.
Linkvorlage für Wikipedia 
* {{BLKÖ|Wächter, Johann (Glöckner)|52|60|}}

2. Johann Wächter (geb. in Käsmark 16. Februar 1728, gest. daselbst 23. Februar 1802), ein Oheim väterlicherseits des Superintendenten Johann Wächter, dessen Lebensskizze S. 56 mitgetheilt wurde. Nach beendigten Studien erhielt er 1749 eine Lehrerstelle in Käsmark, wurde 1754 ordentlicher Leichenbesteller seiner Gemeinde und 1762 Glöckner, auf welchen Posten er bis an sein Lebensende verblieb. Im Lehramte, welches er 53 Jahre versah, erwarb er sich große Verdienste durch seine treffliche Lehrmethode (er trug nach der Lancaster’schen vor), indem er bei aller Humanität, wo es noth that, auch der Strenge nicht entrieth. Er hatte Lust und Liebe zur Literatur, er führte sorgfältig ein historisches Tagebuch, in welchem er genau alle Ereignisse und Merkwürdigkeiten aufzeichnete, die sich in seinen Tagen in- und außerhalb der Grenzen der Käsmarker Gemeinde zutrugen. Das wohl im Archiv der Käsmarker protestantischen Gemeinde befindliche und für Käsmarks Geschichte unbedingt nicht unwichtige Manuscript führt den Titel: „Ephemerides sacristiae“. Daß Wächter zu festlichen Gelegenheiten auch seine Leier erklingen ließ und gute Gelegenheitsgedichte schrieb, sei nur nebenher erwähnt. [Melzer (Jacob). Biographien berühmter Zipser (Kaschau o. J. [1832], Ellinger’sche Buchhandlung, 8°.) S. 279.] –