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BLKÖ:Vandrák, Andreas

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Vandrák, Karl
Band: 49 (1884), ab Seite: 252. (Quelle)
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Vandrák, Andreas (Schulmann, geb. zu Csetnek im Gömörer Comitate Ungarns im Jahre 1808). In seinem Geburtsorte erhielt er unter väterlicher Leitung seine erste Erziehung, dann besuchte er die Schulen in Rosenau, später in Eperies. 1830 bezog er die Universität Jena, auf welcher er sich vornehmlich unter Professor Fries den philosophischen Disciplinen widmete. 1833 in seine Heimat zurückgekehrt, wurde der 25jährige Vandrák in Rücksicht auf die ausgezeichneten Zeugnisse, welche er sowohl an den vaterländischen Schulen als auch an obgedachter Universität erhalten hatte, zu Leutschau mit der Lehrkanzel der Philosophie betraut. Später fungirte er als Rector zu Eperies. Zugleich war er in seinem Fache schriftstellerisch thätig, und sind von ihm erschienen: „A philosophiai ethica elemei“, d. i. Grundzüge der philosophischen Ethik (Leutschau 1842); – „Tiszta Logika, felgymnasiumi tanulók számára“, d. i. Die reine Logik für Obergymnasien (Leutschau 1844; 2. Aufl. Eperies 1861; 3. Aufl. ebenda 1867); – „Lélektan mint gymnasiumi kézikönyv“, d. i. Die Psychologie für Gymnasien (Leutschau 1841; 2. Aufl. 1847; 3. Aufl. Eperies 1862, 8°.); – „Bölcsészeti erkölcstan, iskolai kézikönyv alakjában. Második... Kiadás“, d. i. Philosophische Sittenlehre. Handbuch für den Schulunterricht (2. überarbeitete Auflage 1865, 8°.). Außerdem verfaßte er mehrere Schulprogramme und schrieb Artikel für das Kirchen- und Schulblatt: „Egyházi és iskolai lap“. Zur Zeit ist Andreas Vandrák Professor am theologischen Curse des Collegiums der evangelischen augsburgischen Confession zu Eperies, Director des Gymnasiums daselbst und correspondirendes Mitglied der philosophisch-socialwissenschaftlich-historischen Classe der ungarischen Akademie der Wissenschaften.

Haan (A. Ludovicus). Jena hungarica sive Memoria Hungarorum a tribus proximis saeculis academiae Jenensi adscriptorum. (Gyulae 1828, Leop. Réthy, 8°.) p. 158.