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BLKÖ:Tripcovich, Antonio

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Tripp, Johann Adam
Band: 47 (1883), ab Seite: 205. (Quelle)
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Tripcovich, Antonio (Bischof von Nona in Dalmatien, geb. zu Dobrota im Kreise Cattaro Dalmatiens, lebte im achtzehnten Jahrhundert). Sein Geburts- und Sterbejahr sind unbekannt, letzteres fällt in die zweite Hälfte des vorigen Jahrhunderts. Der Sproß einer edlen dalmatinischen Familie, begab er sich nach beendeten Humanitätsstudien in die ewige Stadt, wo er bei den PP. Dominicanern della Minerva philosophische und theologische Wissenschaften hörte. In sein Vaterland zurückgekehrt, erhielt er im Seminar zu Spalato ein theologisches Lehramt, aus welcher Stellung er nach längerer Zeit zum Rector aufstieg. Nach Erledigung des Bischofstuhles auf der Insel Veglia wurde er vom heiligen Vater in der Eigenschaft eines apostolischen Vicars dahin geschickt. Als solcher wirkte er ein volles Lustrum. 1754 von Papst Benedict XIV. zum Bischof von Nona im Zaratiner Kreise Dalmatiens ernannt, segnete er in dieser hohen Würde nach mehreren Jahren das Zeitliche. Tripcovich galt als ein ebenso gottesfürchtiger wie gelehrter Kirchenfürst, der immer mit Eifer den Studien der theologischen Wissenschaften oblag. Im Druck hat er nichts veröffentlicht. Doch fanden sich in seinem Nachlasse ein „Corso della Teologia“ und drei Abhandlungen zu Gunsten des Erzpriesters Franz Bonacich, welcher unter Anderem einen Tractat über den Zehnten geschrieben; ferner eine größere Abhandlung: „Sui principali misteri della fede“; endlich eine Gegenschrift, gerichtet an Monsignor Drago: „Sull’immunità di peccato nelle giovani del territorio che non ascoltano la messa nei di festivi“. Eine der uns bekannten Quellen berichtet von vielen ungedruckten theologischen Schriften, welche Tripcovich hinterlassen hätte, uns sind nur die angeführten bekannt.

Appendini (Franc. Maria). Memorie spettanti ad alcuni uomini illustri di Cattaro (Ragusa 1811). – Dandolo (Girolamo). La caduta della repubblica di Venezia ed suoi ultimi cinquant’ anni. Studii storici (Venezia 1857, Naratovich, 8°.) p. 319.