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BLKÖ:Trauttmannsdorff, Wilhelm

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Band: 47 (1883), ab Seite: 82. (Quelle)
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49. Wilhelm, der im sechzehnten Jahrhunderte lebte, ist ein Sohn Philipps von der steirischen Linie aus dessen Ehe mit Barbara von Radmannsdorf. Er war Domdechant in Salzburg unter Erzbischof Johann Jacob aus dem Hause Khuen von Belasy. Ueber ihn berichtet Zauner in seiner „Chronik von Salzburg“: „Der Domdechant Wilhelm von Trauttmannsdorff hatte nicht nur dein Erzbischofe in der Stille einen Coadjutor an die Seite zu stellen versucht, sondern sich auch noch andere eigenmächtige und widerrechtlich Handlungen zu Schulden kommen lassen. Da er, aller Abmahnungen ungeachtet, in seinem bösen Wandel fortfuhr, so wurde von Seite des Erzbischofs sowohl, als des Capitels die ganze Sache an den päpstlichen Stuhl berichtet, wo sodann, nach geschehener Untersuchung, das Urtheil dahin ging, daß der Domdechant aller seiner geistlichen Würden entsetzt und mit ewigem Gefängniß gestraft werden sollte. Die Vollstreckung dieses Urtheils wurde dem päpstlichen Nuntius Felician Ninguarda aufgetragen, der den Domdechanten nach geschehener Entwürdigung auf die Festung Hohen-Salzburg bringen und daselbst lebenslänglich einsperren ließ. Domherr Wilhelm starb in seiner Gefangenschaft im Jahre 1586.“ Sein Nachfolger soll auf ihn eine Denkmünze haben prägen lassen, die wohl sehr selten sein muß, da wir sie in den reichen Sammlungen von Eduard Freiherrn Maretich de Riv-Alpon[WS 1] und Ludwigs de Traux vermissen. [Zauner (Judas Thaddäus). Chronik von Salzburg (Salzburg 1803, Duyle, 8°.) Theil V, S. 425. – Hübner. Beschreibung der Stadt Salzburg, Bd. II, S. 185.] –

Anmerkungen (Wikisource)

  1. Vorlage: Eduard Freiherrn Maretich de Rio-Alpon.