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BLKÖ:Traun, Wolfram

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Traun, Sigmund Adam
Band: 47 (1883), ab Seite: 24. (Quelle)
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23. Wolfram (gest. 1094), ein Sohn Babos von Scheyern (gest. 1040), gründete mit seinem Bruder Eberhard die beiden Linien des Hauses Traun. Eberhard ist nämlich der Gründer des Grafengeschlechtes Abensberg und Rohr, welches 1484 mit dem Grafen Nicolaus erlosch, worauf dessen Güter als erledigte Reichslehen von Kaiser Maximilian I. an Bayern verliehen wurden. Wolfram aber ließ sich in der sogenannten bayrischen March, dem heutigen Erzherzogthum Oesterreich ob der Enns, nieder, wo er das noch gegenwärtig seinen Nachkommen gehörige Schloß Traun erbaute und sich nach demselben nannte. Dieses Stammschloß liegt an der Welserheide unfern des Traunflusses. Wolfram besuchte das von Kaiser Heinrich III. im Jahre 1042 zu Halle in Sachsen abgehaltene siebente Turnier. In Sigmund Feyrabend’s 1578 zu Frankfurt am Main gedrucktem Turnierbuche kommt er unter dem Namen „Landherr von Traun“ vor. Wer seine Gattin gewesen, ist nicht bekannt; seine drei Söhne waren: der berühmte streitbare Salzburger Erzbischof Conrad, dessen Lebensskizze [S. 15, Nr. 3] mitgetheilt ist, Wolfram und Otto, in welchen Beiden das Geschlecht sich fortpflanzte, aber auf die Dauer nur in Letzterem mit dessen Gattin Hedwig von Rottau.