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BLKÖ:Tordai, Samuel

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Torbar, Joseph
Band: 46 (1882), ab Seite: 138. (Quelle)
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Tordai, Samuel (ungar. Schriftsteller, Ort und Jahr seiner Geburt wie seines Todes unbekannt, lebte in der zweiten Hälfte des achtzehnten Jahrhunderts). Er studirte in der Schweiz und in Holland und bekleidete heimgekehrt die Stelle eines reformirten Predigers in Lonya, später wirkte er als solcher zu Klausenburg in Siebenbürgen. Durch sein historisches Werk: „A nehai... első Ferdinand romai császárnak, hatodik László budai Dobsa királynak... idejektől fogva... első Leopold... idejeig folyt nagy dolgok es csodák“ (Fol.), in welchem er in einem freilich halsbrecherischen Ungarisch die Geschichte von Ferdinand bis Leopold I. berichtet, erwarb er sich damals einen Namen. So gab er noch einige Werke in ungarischer Uebersetzung heraus, darunter der Mme. Leprince de Beaumont seinerzeit vielgepriesenes, oft aufgelegtes und nachgedrucktes „Magasin des enfants“ unter dem Titel; „Kisdedek tudománynyal telt tarhaza“ (Klausenburg 1781), dann Gellert’s „Leben der schwedischen Gräfin von G***“ unter dem Titel: „A svetziai grófnénak élete“ (ebd. 1772); ferner mehrere seiner auf Daniel Vargyasi, Sigismund Radnotfaj jun., Adam Teleki, Sara Pataki, Katharina Vay und Andere gehaltenen Leichenreden, welche der „Catalogus Bibliothecae hungaricae Francisci com. Széchenyi“ aufzählt, und einige moralische Schriften, wie: „A megtérés halogatásának veszedelmes voltáról való elmélkedések“, d. i. Betrachtungen über das Versäumniß der Reue (Klausenburg 1767) und „Éneklésnek és szabadulásnak szava az igazaknak sátoraiban“, d. i. Wort des Gesanges und der Freiheit im Zelte der Wahren (ebd. 1768). Horányi tadelt namentlich den barbarischen Styl des gleich im Anfang erwähnten Geschichtswerkes, in welchem Tordai in den Text immer lateinische Brocken einschaltet, oder lateinische Vocabeln durch magyarische Beugung entstellt.

Magyar irók. Életrajz-gyüjtemény. Gyüjték Ferenczy Jakab és Danielik József, d. i. Ungarische Schriftsteller. Sammlung von Lebensbeschreibungen. Zusammengestellt von Jacob Ferenczy und Joseph Danielik (Pesth 1856, Gustav Emich, 8°.). Zweiter (den ersten ergänzender) Theil, S. 345. – Horányi (Alexius). Memoria Hungarorum et Provincialium scriptis editis notorum (Viennae 1776, A. Loewe, 8°.) Bd. III, S. 416 u. f. – Schuler von Libloy (Friedrich). Kurzer Ueberblick der Literaturgeschichte Siebenbürgens von der ältesten Zeit bis zu Ende des vorigen Jahrhunderts. Sylvestergabe (Hermannstadt 1857, Closius, 8°.) S. 78. – Budapesti Szemle (Pesth) VI. Jahrg., 1859, S. 38.