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BLKÖ:Thun-Hohenstein, Romedius Constantin

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
korrigiert
Band: 45 (1882), ab Seite: 34. (Quelle)
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70. Romedius Constantin (geb. 2. März 1641, gest. in Salzburg vom 29. auf den 30. April 1700), ein Sohn des Grafen Johann Sigmund von der böhmischen Linie aus dessen dritter Ehe mit Margaretha Anna Gräfin Oettingen, widmete sich der Beamtenlaufbahn. Er wurde zum Kreishauptmann des Chrudimer Kreises ernannt, für seine im Türkenkriege dem Kaiser geleisteten Dienste mit der Würde eines geheimen Rathes bekleidet, dann zum Statthalter von Böhmen erhoben. Das Schloß in Choltic restaurirte er prächtig, die Capelle daselbst weihte sein Bruder, der Salzburger Erzbischof Johann Ernst, am 2. September 1692 ein. Die aufs reichste eingerichtete Schloßapotheke sollte vorzugsweise den Armen dienen. Der Graf, welcher der Stifter des dritten Majorates Choltic ist, starb eines plötzlichen Todes im Alter von 59 Jahren. Aus seiner zweiten Ehe mit Francisca Barbara Gräfin Salm-Neuburg hatte er nur einen Sohn, Romedius Johann, der 1719 kinderlos starb, so daß das Majorat auf die von Don Maximilian gestiftete Linie überging. –