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BLKÖ:Stubenberg, Heinrich (I.)

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
korrigiert
Band: 40 (1880), ab Seite: 129. (Quelle)
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18. Heinrich (I.) (gest. um das Jahr 1346). Sohn Ulrichs (II.) und Elsbeths von Ortenburg. Im Jahre 1284 befand sich Heinrich im Gefolge des Herzogs Albrecht zu Bruck; 1289 im Kriege [130] gegen den Grafen Iwan von Güssingen (Güns), wo er neben seinem Bruder Ulrich durch Rath und That sich glänzend hervorthat. Unter den im Jahre 1298 an Herzog Albrecht entsendeten „poten von der gmain“ der Herren von Oesterreich wird in der Ottokar’schen „Reim-Chronik“ ein Hadmar von Stubenberg angeführt, unter welchem fremden Vornamen sich wahrscheinlich Heinrich von Stubenberg birgt. Im Jahre 1309 wurden Heinrich und der Burggraf von Görz aufgefordert, wider den neuen Landesherrn Friedrich den Schönen in eine Verbindung zu treten, welches Ansinnen aber Heinrich zurückwies. Nach der Wahl seines jüngsten Bruders Wülfing zum Bischof von Bamberg ist er von 1304 bis 1307 Hauptmann dieses Hochstiftes zu Villach, und diesen Titel führt er auch noch 1311–1313. Im Jahre 1318 hatte er als Anwalt der Witwe des Grafen Ludwig von Porziliis (Porzia) einen Streit, welcher vom König Friedrich dem Schönen, unter Beirath des Königs Heinrich von Böhmen, des Herzogs von Kärnthen, des Bischofs von Freisingen, dann der Grafen von Görz und Heunburg, geschlichtet wurde. Heinrich war dreimal vermält, doch blieben alle seine Ehen kinderlos. [Luschin (A.), Die Entstehungszeit des österreichischen Landrechtes (Gratz 1872, gr. 4°.) S. 28.] –