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BLKÖ:Strzelecki, Johann

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Strzelecki, Felix
Band: 40 (1880), ab Seite: 111. (Quelle)
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2. Johann Strzelecki, oder wie er sich auch schrieb: Jan Wątróbka ze Strzelce, ein polnischer Edelmann vom Adelsgeschlecht der Oksza, Erzbischof von Lemberg. Er war einer jener wenigen Ritter, welche nach der Niederlage von Warna der Gefangenschaft entgingen. Die meisten derselben traten dann in den geistlichen Stand, in welchem sie es zu hohen Würden brachten. Strzelecki wurde schon in kurzer Zeit Propst zu Sanct Michael auf dem Schlösse und Domherr in Krakau, dann Erzbischof von Lemberg, als welcher er im Jahre 1481 seinen feierlichen Einzug daselbst dielt. Aus früheren Tagen noch mit den Verhältnissen in Ungarn bekannt. ging er dahin als Gesandter König Kasimirs aus dem Hause der Jagelloniden. Da er Anspruch auf das Einkommen der einzelnen Domherren erhob, gerieth er mit seinem Capitel in sehr verwickelte Streitigkeiten, welche zur Entscheidung bis vor den Papst gebracht wurden. Während der Dauer dieses Zwistes traf ihn der Schlag und er reiste, um ärztlichen Rath einzuholen, nach Krakau. Dort erhielt er die Nachricht, daß das Capitel den Proceß gegen ihn gewonnen, worüber er in Melancholie verfiel und starb. Nach Skrobiszewski’s Angabe in dessen Werke: „Vitae archiepiscoporum Leopolensium“ starb er 1493. Krasicki jedoch in seinen „Glossen zu Niesiecki“ berichtigt Strzelecki’s Todesjahr auf 1491. –