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BLKÖ:Stocker, Joseph

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Band: 39 (1879), ab Seite: 72. (Quelle)
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Stocker, Joseph (Schulmann, geb. zu Brixen in Tirol 11. Juli 1798). Die unteren Schulen und das Gymnasium besuchte er in seiner Vaterstadt, dann in Innsbruck; Philosophie und Theologie hörte er am Lyceum zu Trient. Im Jahre 1821 erhielt er die Priesterweihe und trat in die Seelsorge ein, in welcher er durch anderthalb Jahre zu Untervietl im Pusterthale thätig war. Nun wendete er sich dem Lehrfache zu und wurde im Jahre 1823 Humanitätslehrer am Gymnasium zu Feldkirch in Vorarlberg. Ein Vierteljahrhundert war er in dieser Eigenschaft bedienstet und hatte während dieser Zeit außerdem noch Freiunterricht in der Mineralogie und zuletzt auch in der Botanik ertheilt. Im Jahre 1848 endlich wurde er Präfect am genannten Gymnasium, im folgenden Jahre Director desselben und blieb dies bis zu der im Jahre 1856 erfolgten Uebergabe des Gymnasiums an die Jesuiten, wo er nach 33jähriger lehramtlicher Thätigkeit in den Ruhestand übertrat. In seinem Lehrfache war Stocker auch schriftstellerisch thätig, und zwar erschien von ihm: „Mineralogische Anschauungslehre für die k. k. Untergymnasien“ (Innsbruck 1854, Wagner), welche von dem k. k. Unterrichtsministerium als Lesebuch genehmigt und wovon im Jahre 1856 eine zweite Auflage, im Jahre 1857 aber eine von dem Gymnasialdirector Marini besorgte italienische Uebersetzung gedruckt wurde. Im Jahre 1855 folgte Stocker’s zweite Schrift: „Botanische Anschauungslehre“ (Innsbruck 1855, Wagner), mit welcher seine schriftstellerische Thätigkeit abschließt. Ob Stocker, der jetzt ein 80jähriger Greis sein müßte, noch lebt, ist mir nicht bekannt.

Eigene handschriftliche Vormerkungen.