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BLKÖ:Stecher, Franz

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Band: 37 (1878), ab Seite: 277. (Quelle)
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Stecher, Franz (Porträt- und Historienmaler, geb. zu Nauders in Tirol im Jahre 1818). Ueber seinen Lebens- und Bildungsgang liegen keine Nachrichten vor. Allem Anscheine nach war er ein Zögling der k. k. Akademie der bildenden Künste in Wien. Erst 19 Jahre alt war er bereits in der Jahresausstellung, welche in den Räumen der k. k. Akademie stattfand, öffentlich vor das Publicum getreten, und zwar sah man von seinen Arbeiten in der Jahresausstellung bei St. Anna 1837: „Auffindung Moses’“, Kreide-Zeichnung; – „Porträt des blinden Bildhauers Joseph Kleinhanns von Nauders in Tirol“, dessen Lebensskizze dieses Lexikon [im Band XII, S. 62] mittheilte; – „Moses schlägt Wasser aus dem Felsen“, Oelgemälde; im Jahre 1838: „Tobias seinem Sohne entgegeneilend“. Nach mehrjähriger Pause hatte er im Jahre 1845 wieder ausgestellt, u. zw.: „Die verwaisten Heimathlosen“; – „Die Stigmatisation des h. Franciscus“; – „Das unruhige Gewissen oder der erschreckte Schleichhändler“; – „Der Jungfrau Triumph und der verlornen Unschuld Reue am Frohnleichnamstage“; – „Die Belohnung des Fleisses“; – „Der verlassenen leidenden Witwe Trost“. Seit diesem Jahre begegnen wir seinen Arbeiten nicht wieder. Ueber seine ferneren Lebensschicksale, ob er in sein Vaterland Tirol zurückgekehrt, fehlen alle Nachrichten. Weder Franz Tschischka in seinem Werke „Kunst und Alterthum im österreichischen Kaiserstaate“, noch Domherr Leman in seinem „Tirolischen Künstler-Lexikon“ gedenken seiner.

Kataloge der Jahres-Ausstellungen in der k. k. Akademie der bildenden Künste bei St. Anna (Wien, 8°.) 1837: S. 6, Nr. 63; S. 8, Nr. 97; S. 31, Nr. 370. 1838: S. 22, Nr. 307. 1845: S. 23, Nr. 347 bis 351, 353.