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BLKÖ:Stadlwieser, Johann

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Band: 37 (1878), ab Seite: 74. (Quelle)
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Stadlwieser, Johann (Tiroler Landesvertheidiger, geb. zu Stanz in Tirol um das Jahr 1820). Ueber seinen früheren Lebensgang sind nur spärliche Nachrichten vorhanden. Bevor er im Jahre 1848 in die Landesvertheidigung eintrat. diente er als Handlungscommis in einem Kaufmannshause zu Brixen. Als damals die Wälschen die Tiroler Grenzen bedrohten, erhielt am 21. Juli die unter Hauptmann Murmann stehende deutsche Schützen-Compagnie den Auftrag, mit dem Militär, das unter dem Befehle des Generals Thurn zu Brentonico in Garnison lag, über den Montebaldo an die Grenze vorzurücken. Johann Stadlwieser, der seit dem Mai in der Compagnie stand, hat sich nun in dem Gefechte bei Rivoli am 22. Juli durch seine Tapferkeit so hervorgethan, daß der damalige Ober-Commandant Freiherr von Roßbach [Bd. XXVII, S. 59] in seiner Relation vom Juli 1848 ausdrücklich schreibt: „Besonders muß hier des wackeren Schützen Johann Stadlwieser von Stanz rühmlichst erwähnt werden, welcher bis spät Nachts im Feuer stand, und eine bedeutende Anzahl Feinde, unter welchen auch einen italienischen Jägermajor, erlegte.“ Uebrigens hatte Stadlwieser sich schon früher, am 20. Mai 1848, als in Vallarsa nächst Roveredo ein blutiger Zusammenstoß von Tiroler Schützen mit Briganten stattgefunden, durch seine besondere Tapferkeit hervorgethan. Nachdem die Wälschen durch unsere Tiroler Schützen zurückgetrieben und unsere Grenzen von den Briganten vollends gesäubert waren, kehrte Stadlwieser wieder in seinen Dienst als Kaufmannscommis nach Brixen zurück.

Tiroler Schützenzeitung (Innsbruck, 4°.) VI. Jahrg. (1851), Nr. 41, S. 184, Nr. 55 und 56: „Johann Stadlwieser und seine als Landesschütze im Jahre 1848 vor dem Feinde bewiesene Tapferkeit“.