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BLKÖ:Stabel, Theodor

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Stach, Wenzel
Band: 36 (1878), ab Seite: 306. (Quelle)
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Stabel, Theodor (Benedictiner-Mönch, geb. zu Bischoflack in Krain 14. September 1806, gest. zu Salzburg 6. November 1865). Ueber seine Jugendjahre und seine Studien ist nichts bekannt; im Alter von 20 Jahren trat er am 20. October 1826 in das Benedictinerstift St. Peter in Salzburg, machte am 26. October 1829 Profeß und wurde am 29. August 1830 zum Priester geweiht. Nun trat er zunächst in die Seelsorge, und zwar als Caplan am Nonnberge in Salzburg, in welcher Stellung er vom 28. August 1831 bis 1835 wirkte. Im September letztgenannten Jahres wurde er Professor in Augsburg und 1837 Religionsprofessor am Gymnasium zu Salzburg. Durch 14 Jahre versah er sein Lehramt, im August 1851 wurde er Bibliothekar im Stifte St. Peter und verblieb es durch 15 Jahre bis an seinen im Jahre 1865 im Alter von 59 Jahren erfolgten Tod. Er hat auch einige religiöse Schriften herausgegeben: „Der Kreuzweg des Herrn unser Lebensweg. Passions-Betrachtungen“ (Schaffhausen 1854, Hurter, 8°.); – „Gebetbuch für Studirende an Gymnasien und Realschulen“ (Salzburg 1856, Duyle, 8°.); – „Lebensbilder der Heiligen. In der Ordnung des bürgerlichen Kalenders kritisch-historisch dargestellt“. 2 Bände (Schaffhausen 1865, Hurter, 8°.), letzteres eine fleißige, sorgfältige Arbeit und S.’s Hauptwerk. S. war ein gründlich gebildeter Priester und besaß außergewöhnliche Sprachkenntnisse, welche ihn namentlich zu bibliothekarischem Dienste befähigten.

Wiener Zeitung 1865, Nr. 257, in der Rubrik: „Sterbefälle“.