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BLKÖ:Sojka, Johann Erasmus

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Sojka, Mathias
Band: 35 (1877), ab Seite: 239. (Quelle)
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Noch ist eines zeitgenössischen čechischen Schriftstellers zu gedenken, Namens Johann Erasmus Sojka, der bisher nachstehende Schriften veröffentlicht hat: „Nad hrobem Karla Havlička Borovského“, d. i. Am Grabe des Karl Havliček Borovski (Prag 1861). – „Starý věk. Obraz dějín od najstarší doby až do ukončení válek s Cimbry a Teutony“, d. i. Alte Welt Gemälde der Geschehnisse von den ältesten Zeiten bis zu Beendigung der Kämpfe mit den Cimbern und Teutonen (Prag 1862, A. Kuranda, 16°.) – „Naši mužové. Biografie a charakteristiky mužův slovanských“, d. i. Unsere Männer. Biographien und Charakteristiken slavischer Persönlichkeiten (Prag [240] 1862, A. Renn, 12°.), enthält die mehr oder weniger ausführlichen Lebensskizzen von Wenzesl. Math. Kramerius (S. 7), Joseph Jungmann (S. 44), Wenzeslaus Hanka (S. 68), Wenzeslaus Krolmus (S. 81), Wenzesl. Clem. Klicpera (S. 103), Johann Kollar (S. 125), Franz Palacky (S. 162), Paul Jos. Šafařík (S. 199), Franz Ladisl. Čelakowsky (S. 240), Joseph Cajetan Tyl (S. 312), Franz Jaromir Rubeš (S. 366), Karl Jaromir Erben (S. 388), Adam Mickiewicz (S. 411), Alexander Puškin (S. 452), Karl Heinrich Macha (S. 466), Bozena Nemcowa (S. 498), Joh. Pravoslav Koubek (S. 550), Joachim Lelewel (S. 575), Davidovic (S. 626) und Karl Havliček (S. 679). Ein kurzer Blick auf vorstehende Namensliste überzeugt uns, daß die großen Wortführer der Gegenwart, wie Rieger, Skrejšowsky, Sladkowsky u. A., unter „Unseren Männern“ fehlen. Im ersten Augenblick erscheint es, als wären nur Verstorbene berücksichtigt, aber damals, als das Buch erschien (1862), waren Erben, Palacky noch am Leben. Aus diesem Umstande dürften sich die heftigen Angriffe erklären lassen, welche Sojka in den böhmischen Parteiblättern erfuhr, sowie die Lücke im „Slovník naučný“, wo sein Name fehlt, indessen es von viel unbedeutenderen darin wimmelt. Außerdem versuchte es S. mit zwei periodischen Schriften: dem „Jasoň. Časopis naučný a zábavný“, d. i. Jason. Belehrende und unterhaltende Zeitschrift (Prag, Rohliček, später Renn, 1859), in zwanglosen Heften erscheinend und mit dem „Posel mírn. Kronika rodinna“, d. i. Der Friedensbote. Volks-Chronik, welcher seit Juni 1862 in Wochen-Heften mit je zwei Illustrationen zu erscheinen begann, aber beide hatten in kurzer Zeit zu erscheinen aufgehört.