Zum Inhalt springen

BLKÖ:Skrbensky von Hrzistie, Anton Freiherr

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
korrigiert
Band: 35 (1877), ab Seite: 84. (Quelle)
[[| bei Wikisource]]
in der Wikipedia
Anton Skrbensky von Hrzistie in Wikidata
GND-Eintrag: [1], SeeAlso
Dieser Text wurde anhand der angegebenen Quelle einmal Korrektur gelesen. Die Schreibweise sollte dem Originaltext folgen. Es ist noch ein weiterer Korrekturdurchgang nötig.
Linkvorlage für Wikipedia 
* {{BLKÖ|Skrbensky von Hrzistie, Anton Freiherr|35|84|}}

II. Denkwürdige Personen der Freiherrenfamilie Skrbensky von Hrzistie.

1. Anton Freiherr (geb. am 11. October 1831). Sohn des Anton Freiherrn von Skrbensky von Hrzistie, aus dessen zweiter Ehe mit Anna geborenen Gräfin Arz. Der Vater, auch Anton, war Mitglied der Landesvertretung für das Herzogthum Ober- und Niederschlesien, Abgeordneter des Wahlkörpers der Großgrundbesitzer und Ritter des Ordens der eisernen Krone 2. Classe. Der Sohn Anton trat 18jährig als Officier in das damalige 1. Chevauxlegers- (später 6. Uhlanen-) Regiment Kaiser, machte in diesem den Feldzug 1849 in Ungarn mit, und verließ 1861 als Rittmeister im 5. Uhlanen-Regiment den activen Militärdienst. Am 12. Mai 1858 ward er als Rechtsritter in den Malteserorden aufgenommen und, nachdem er die feierlichen Ordensgelübde abgelegt, wurde er am 1. Mai 1869 Comthur dieses Ordens zu St. Peter. Als bei Ausbruch des Feldzuges 1866 der Malteserorden in Folge Capitelbeschlusses mit Allerhöchster Genehmigung ein Ordens-Spital, seiner alten Bestimmung gemäß, im sogenannten Emilienhofe im Kirlingerthale bei Wien errichtete, wurde der Rechtsritter Anton Freiherr Skrbensky von seinem Orden als Hauscommandant dieses Spitales beordert. Nach dem Berichte des Dr. Kuhn, welcher mit der ärztlichen Leitung betraut war, wurde durch die energische und aufopfernde Thätigkeit Skrbensky’s stets die musterhafteste Ordnung des Spitales aufrecht erhalten; dessen liebenswürdiges sachverständiges Entgegenkommen machte den Aerzten die Durchführung aller sanitären Vorkehrungen möglich, wie auch die humane, liebevolle Sorgfalt für die Kranken und Verwundeten von Seite Skrbensky’s allgemeine [85] und gerechte Würdigung fanden. Bei Auflösung des nur für Kriegsdauer errichteten Ordensspitales im November 1866 wurde Skrbensky durch die Allerhöchste Anerkennung und Dank Sr. Majestät des Kaisers im Armeebefehle öffentlich ausgezeichnet. –