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BLKÖ:Serényi, Johann Karl

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
korrigiert
Band: 34 (1877), ab Seite: 145. (Quelle)
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8) Johann Karl (gest. im Jahre 1691), ein Sohn des Gabriel Graf S. und der Elisabeth Zahradecky Freiin von Zahradek. Er hatte das Waffenhandwerk ergriffen und die Geschichte Wien’s nennt den Grafen unter den Helden, welche sich bei der Belagerung der Stadt durch die Türken 1683 hervorgethan. Der Graf war damals Feldmarschall-Lieutenant und bewies seinen Heldenmuth bei mehreren Ausfällen, dann 1686 bei der Erstürmung Ofens und bei mehreren anderen Gelegenheiten. Er wurde nun kais. geheimer [146] Rath, Kämmerer, Hofkriegsrath, Feldmarschall, nachdem er bereits Inhaber des 1672 errichteten Infanterie-Regiments Nr. 25 war. Mit Genehmigung des Kaisers Leopold I. stiftete er am 10. Juni 1690 ein Majorat aus den Herrschaften Swietlau und Millotitz, das aber 1744 in Betreff Swietlau’s aufgelöst und auf Millotitz, Swatobořiz und den Wlkoscher Freihof übertrugen wurde. Dieses Fideicommiß übertrug er letztwillig am 31. December 1690 seinem ältesten Sohne Karl Anton. Der Graf war mit Ernestine Barbara geborenen Gräfin von Löwenstein, verwitweten Erich Adolph Graf Salm (gest. 1678), vermält. Aus mehreren Kindern dieser Ehe pflanzten wohl Karl Anton und Karl Joseph den Stamm fort, aber beider Nachkommenschaft erlosch bereits mit ihren Kindern. [Hormayr, Geschichte Wien’s Band IV, Heft 3, und 186. – Meynert, Geschichte von Oesterreich, Bd. V, Heft 2, S. 284. – Feßler, Geschichte Ungarns. S. 344, 446, 448. – d’Elvert, Notizenblatt, Jahrg. 1869, S. 102.] –