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BLKÖ:Schwab, Johann Caspar

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Band: 32 (1876), ab Seite: 264. (Quelle)
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Schwab, Johann Caspar (Kupferstecher, Geburtsort und Jahr unbekannt). Lebte in der zweiten Hälfte des 18. und zu Anfang des 19. Jahrhunderts. Nagler nennt ihn einen „Kupferstecher von Wien“, ohne Weiteres über diesen Umstand anzuführen. In Paris [265] bildete er sich unter des berühmten Wille Leitung und französirte seinen bisherigen Namen Johann Caspar in Jean Gaspard, und da er sich öfter nur der Anfangsbuchstaben[WS 1] bediente, so geschah es, daß das J. G. und spätere J. C. Veranlassung wurde zur Annahme zweier verschiedenen Personen. Seit 1765 lebte S. in Paris und vollendete mehrere schöne Blätter, in welchen er sich als tüchtiger Schüler seines berühmten Meisters kundgibt. Sein Todesjahr ist nicht bekannt; wie Nagler ausspricht, war er im Jahre 1810 noch am Leben. Von seinen Blättern sind bekannt: „Kaiser Joseph II.“, nach J. H. (Fol.); – „Franz Nádasky“, nach E. Hochhauser, Hüftbild (Fol.); – „Narciss, sich in der Quelle besehend und von Mädchen belauscht“, nach Johann Spilenberger (Wien, Artaria, Fol.), davon auch Abdrücke vor der Adresse; – „Le moulin d’attrappe“, nach Eleazar Schenau (Fol.), davon Exemplare mit lateinischem, andere mit französischem Titel; – „La curiosité punie“, nach Eleazar Schenau (Fol.); – „Recréation flammande“, Gruppe von drei Figuren, dabei ein Bauer, welcher die Laute spielt, nach David Teniers (Fol.), für das Liechtenstein’sche Galleriewerk gestochen; – „Drei trinkende und rauchende Bauern bei einem Flusse, neben ihnen ein Weib mit einem Kruge“, nach Innocenzo Monti da Imola, in van Haeften’s Manier für das Liechtenstein’sche Galleriewerk gestochen, Seitenstück zu dem vorigen; – „L’appas trompeur“, nach F. Eisen (Fol.); – „Sully, der die Geschichte Heinrich’s IV. schreibt“, nach Ph. Caresme (Fol.); – „Die ländliche Tischgesellschaft“, nach Franz Krause (Fol.); – „Wilhelm Tell, vom Kopfe seines Sohnes den Apfel abschiessend“, nach Zucchi (gr. Qu.-Fol.). Mehrere der vorgenannten Blätter hat S. in Wien gestochen.

Nagler (G. K. Dr.), Neues allgemeines Künstler-Lexikon (München 1839, Fleischmann, 8°.) Bd. XVI, S. 92.

Anmerkungen (Wikisource)

  1. Vorlage: Anfangbuchstaben