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BLKÖ:Schröter, Joseph

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Band: 32 (1876), ab Seite: 12. (Quelle)
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Noch ist anzuführen: Joseph Schröter (Schulmann, geb. zu Hennersdorf in Böhmen 5. September 1785, gest. ebenda 2. Jänner 1870). Im Anbeginn dem Lehrfache sich zuwendend, wirkte er als Unterlehrer in Pankraz und Zwickau. Nun den Beruf, Priester zu werden, in sich fühlend, bereitete er sich für diesen Schritt vor, trat nach beendeten philosophischen Studien in’s Priester-Seminar zu Leitmeritz, wo er die Theologie beendete. Mitte August 1816 erhielt er die Priesterweihe. Er trat nun in die Seelsorge, wurde zuletzt Pfarrer von Widim und dort widmete er seine ganze Aufmerksamkeit der Schule, welche unter seiner Aufsicht zu einer wahren Musteranstalt gedieh, die weit und breit in der Diöcese in Ansehen stand. Im höheren Alter erblindet, übte er noch zu seinem Vergnügen das Lehramt, indem er talentvolle Knaben für das Gymnasium vorbereitete. Im September 1866 feierte der damals bereits 81jährige Greis sein 50jähriges Priesterjubiläum, welches er noch um vier Jahre überlebte. Er starb, 85 Jahre alt, als der Aelteste seiner Gemeinde. [Frisch voran (Prager Localblatt) 1870, Nr. 10: Nachricht aus Hennersdorf bei Gabel.]