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BLKÖ:Schmidt, C. (Kupferstecher)

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Schmidt, C. J.
Band: 30 (1875), ab Seite: 229. (Quelle)
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16. Schmidt, C. (Kupferstecher, lebte im 18. Jahrhunderte). Soll ein Bruder des berühmten Malers Martin Johann Schmidt – gemeiniglich Kremser-Schmidt genannt – sein, nach dessen Gemälden er im Jahre 1788 zwei Blätter, deren eines „Tarquin und Lucretia“, das andere „Socrates und Alcibiades“ (Fol.) darstellt, radirt hat. – Ein anderer C. Schmidt lebte zu Anfang dieses Jahrhunderts (1802) als Kupferstecher in Prag. Er stach einige Blätter für Rafael’s Bibel, welche 1842 bei P. Bohmann’s Erben in Prag erschien. Dieser Zweite möchte doch im Hinblick auf die Zeit, in welcher die Stiche vollendet wurden (1788 und 1842), kaum eine Person mit dem Vorigen sein. Sollte aber dieser Kupferstecher nicht eine Person sein mit dem taubstummen Prager Kupferstecher Joseph Schmidt, dessen später unter Nr. 70 gedacht wird? Wohl stimmt die Chiffre des Taufnamens nicht – doch die Werke über Kunst und Künstler nehmen es mit den Taufnamen eben nicht immer genau – hingegen paßt die Zeit vollkommen. Hier geschieht der Vollständigkeit halber beider sonst nirgends genannten Kupferstecher flüchtige Erwähnung.

Nagler, am bez. Orte, Bd. XV, S. 295 u. 349, im Texte der Biographie des Martin Joachim (richtig Johann) Schmidt (Kremser-Schmidt).