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BLKÖ:Schmid, Franz Seraphicus (II.)

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Band: 30 (1875), ab Seite: 242. (Quelle)
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34. Schmid, Franz Seraphicus (II.) (theologischer Schriftsteller, geb. zu Trübau in Böhmen im Jahre 1795, gest. zu Wien 28. Jänner 1855). Wohl zu unterscheiden von dem berühmten Canonicus Franz Seraphicus (I.) Schmid [s. Nr. 33]. Nachdem er die Studien in seiner Heimat und zuletzt die theologischen in Wien beendet, erhielt er im Jahre 1817 an letzterem Orte die Priesterweihe und trat nun zunächst in die Seelsorge. Er wirkte zuerst als Cooperator auf dem Lande – zu Wolfpassing – kam später als solcher in die Stadt auf die Vorstadt Laimgrube, bis er zum Katecheten an der k. k. Normal-Hauptschule bei St. Anna in Wien ernannt wurde. Auf diesem Posten wirkte er durch nahezu 30 Jahre in musterhaftester Weise. Mit Anwendung der sokratischen Methode erzielte er die herrlichsten Resultate. In seiner Stellung als Katechet war er im fürsterzbischöflichen Wiener Alumnate, im Pazmaneum und im ruthenischen Seminar thätig. Die Alumnen hingen an ihm, wie Kinder an ihrem Vater, er wußte sie aber auch durch seine Vortragsweise anzuregen, durch seine Nachsicht und Herzensgüte an sich zu fesseln. Eine bibliographische Aufzeichnung seiner Schriften ist bei der Verwirrung, welcher der Name Schmidt in den Bücherkatalogen verfallen ist, nicht möglich. Gewiß ist es, daß Schmid eine „Katechetik“ und eine „Methodik“ herausgegeben hat; während sich erstere ungetheilten Beifalls in Fachkreisen zu erfreuen hatte, stellten sich der Veröffentlichung der letzteren, die als Ergebniß 30jähriger Erfahrung unbedingt Beachtung verdiente, manche Hindernisse entgegen. Irrthümlich wird er als Verfasser der zwei Schriften: „Lectiones in usum cleri“ und „Christkatholisches Hausbuch“ bezeichnet, deren Autor der Canonicus Franz Ser. (I.) Schmid [s. d. Vorigen] ist. Schmid bekleidete kurz vor seinem Ableben, [243] das im Alter von 60 Jahren erfolgte, mit seiner Katechetenstelle an der Normal-Hauptschule zu St. Anna die eines ord. öff. Professors der Katechetik und Pädagogik und eines Katecheten an der Lehranstalt bei den Ursulinerinen für Präparandinen zu Wien.

Salzburger Kirchenblatt (gr. 4°.) 1855, Nr. 6, S. 44, in der Correspondenz [ ][WS 1] Wien, 2. Februar.

Anmerkungen (Wikisource)

  1. [Kreis mit mittigem Punkt].