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BLKÖ:Schlik, Caspar (III.)

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Schlik, Caspar (II.)
Band: 30 (1875), ab Seite: 107. (Quelle)
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6. Caspar (III.) S. (gest. 1575), von der Schlackenwerther Linie, Herr auf Hauenstein und Himmelstein, war ein Sohn Heinrich’s S. [S. 109, Nr. 21] und der Hippolyta Gräfin von Hohenlohe. Während des Schmalkaldischen Krieges stand er mit seinem Bruder Heinrich auf Seite der Stände gegen König Ferdinand I. Im Jahre 1547 mußte er sich mit ihm und den anderen seiner Familie, welche zur gleichen Partei gehörten (Hieronymus und Lorenz, seine Oheime, und Moriz, sein Vetter, Sohn seines Oheims Stephan) auf Gnade und Ungnade ergeben, war mit ihnen zugleich einige Zeit im weißen Thurme auf dem Prager Schlosse eingesperrt, wurde jedoch später, zugleich mit ihnen, wieder in Gnaden aufgenommen, sie mußten aber die Städte Joachimsthal und Ellbogen an den König abtreten. Ueber seinen Familienstand aus seiner Ehe mit Elisabeth von Wartemberg vergleiche die Stammtafel. Dieser Nebenzweig der Schlackenwerther Linie erlosch bereits mit Caspar’s Enkel, der gleichfalls Caspar hieß und aus seiner Ehe mit Elisabeth Gräfin Dohna keine Nachkommenschaft hatte, worauf seine Güter Hauenstein, Kočow und Plan an seinen Vetter Heinrich Grafen Schlik fielen. –