Zum Inhalt springen

BLKÖ:Schipp, Joseph Karl

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
fertig
Nächster>>>
Schir, Franz
Band: 30 (1875), ab Seite: 31. (Quelle)
[[| bei Wikisource]]
in der Wikipedia
Joseph Karl Schipp in Wikidata
GND-Eintrag: [1], SeeAlso
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Linkvorlage für Wikipedia 
* {{BLKÖ|Schipp, Joseph Karl|30|31|}}

Schipp, Joseph Karl (gelehrter Theolog, geb. zu Friedeck im Herzogthume Teschen am 5. März 1751, gest. am 6. Jänner 1838). Die Gymnasial- und philosophischen Studien machte er zu Freyberg und zu Olmütz, wo er bereits 1771 Magister der Philosophie und Baccalaureus der Theologie wurde. Nun hörte er noch Rechtswissenschaften, prakticirte zwei Jahre in der erzbischöflichen Consistorial-Kanzlei, erlangte 1774 die Priesterweihe und trat nun zunächst als Caplan in seinem Geburtsorte Friedeck in die Seelsorge, wurde aber zugleich Secretär an dem damals von dem Breslauer Bischofe Philipp Gotthard von Schaffgotsch neu errichteten Consistorium. Im November 1779 wurde S. Pfarrer zu Dobrau, im Februar 1788 zu Friedeck. Nun wurde er Consistoriums-Assessor, 1796 fürstbischöflicher Commissär und 1806 Generalvicar der Breslauer Diöcese kaiserlichen Antheils, und blieb letzteres bis an sein Lebensende. In seinen Mußestunden beschäftigte er sich mit kirchengeschichtlichen Studien und sind von seinen Arbeiten bekannt der „Catalogus rever. Cleri Dioecesis Vratislaviensis ditionis Austriacae“ (Teschen 1808), mit historischen Nachrichten von ihm selbst; – eine „Geschichte der Kirche in Wapenka bei Friedeck“; – „Die Geschichte des Teschner Commissariates“; – „Die historisch-topographische Beschreibung des Breslauer k. k. Diöcesanantheils unter der bischöflichen Regierung des Fürsten Emmanuel von Schimonsky. Herausgegeben von dem General-Vicariate zu Friedeck“ (Teschen 1828 [Wien, Beck] gr. 8°.); und die „Geschichte der lutherischen Reformation im Fürstenthume Teschen“ (Teschen 1828, 8°.). S. starb im hohen Greisenalter von 87 Jahren.

Scherschnik (Leopold Joh.), Nachrichten von den Schriftstellern und Künstlern aus dem Teschener Fürstenthume (Teschen 1810, Thom. Prochaska, 8°.) S. 141.