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BLKÖ:Schindlöcker, Wolfgang

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Band: 30 (1875), ab Seite: 28. (Quelle)
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Sein Neffe Wolfgang (geb. zu Wien 1789) erhielt von seinem in Wien als Violonist angestellten Vater, einem Bruder des obigen Violoncell-Virtuosen Philipp, Unterricht im Violinspiele, welches er aber später mit jenem auf dem Violoncell vertauschte. Erst 15 Jahre alt, wurde er bereits als Concertspieler am Wiener Hoftheater angestellt. Im Jahre 1807 aber, damals 18 Jahre alt, folgte er, nachdem er bereits einige kleinere Kunstausflüge gemacht, einem Rufe nach Würzburg als erster Violoncellist und Kammermusicus an der dortigen großherzoglichen Capelle. Daselbst wirkte er viele Jahre, bis er dem damals bei den Virtuosen erwachenden Zuge nach der neuen Welt folgend, auch eine Reise nach Nordamerika unternahm, über deren Erfolge nichts verlautete und von welcher er in einiger Zeit wieder zurückgekehrt war. Wolfgang S. war auch als Componist thätig und mehrere von ihm componirte Violoncell-Duette und verschiedene Stücke für Blasinstrumente sind im Stiche erschienen.

Gaßner (F. S. Dr.), Universal-Lexikon der Tonkunst. Neue Handausgabe in einem Bande (Stuttgart 1849, Köhler, Lex. 8°.) S. 752. – Gerber (Ernst Ludwig), Neues historisch-biographisches Lexikon der Tonkünstler (Leipzig 1813, A. Kühnel, gr. 8°.) Bd. IV, Sp. 72. – Schilling (G. Dr.). Das musikalische Europa (Speyer 1842, F. C. Neidhard, gr. 8°.) S. 295. – Neues Universal-Lexikon der Tonkunst. Angefangen von Dr. Julius Schladebach, fortgesetzt von Ed. Bernsdorf (Dresden, Robert Schäfer, gr. 8°.) Bd. III, S. 468. – Köchel (Ludwig Ritter von), Die kaiserliche Hof-Musikcapelle in Wien von 1543 bis 1867. Nach urkundlichen Forschungen (Wien 1869, Beck, 8°.) S. 94, Nr. 1323, u. S. 97, Nr. 1410.