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BLKÖ:Schäfer, Maternus

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Band: 29 (1875), ab Seite: 54. (Quelle)
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6. Maternus Schäfer (Propst zu Maria-Schein, geb. zu Graupen in Böhmen im Jahre 1752, gest. zu Maria Schein im Jahre 1810). Die lateinischen Schulen besuchte er bei den Jesuiten in Maria-Schein, später in Leitmeritz, trat 1768 selbst in diesen Orden, in welchem er zu Hradisch, dann zu Olmütz die Studien fortsetzte, worauf er nach Aufhebung des Ordens die Theologie an der Prager Hochschule hörte und 1775 die Priesterweihe erhielt. Da er ein ausgezeichneter Kanzelredner war, wurde er im Jahre 1780 an dem berühmten Wallfahrtsorte Maria-Schein als Prediger angestellt, in einiger Zeit zum Local-Seelsorger in Maxlan und im Jahre 1799 zum ersten Propst in Maria-Schein ernannt und installirt, welche Stelle er durch 11 Jahre bis zu seinem, im Alter von 58 Jahren erfolgten Tode bekleidete. Die Titel der homiletischen, von ihm herausgegebenen Schriften sind: „Praktisch abgefaßte Predigten auf alle in der kathol. Kirche gebotenen Festtage des Jahres“ (Prag 1783, Mangold, 8°.); – „Predigten auf alle Festtage“, 4 Theile (Prag 1792–1794, 8°.); – „Predigten auf alle Feste des Herrn, der Mutter Mariä, aller Apostel u. s. w.“, 4 Theile (ebd. 1792 bis 1794, 8°.); – „Predigten auf die Sonntage des Jahres“, 4 Bände (ebd. 1794, 8°.); – „Predigten für die heil. Fastenzeit“. 2 Theile in 4 Cursen (ebd. 1794, 8°.); – „Geschichte der heil. böhmischen Landespatrone“ (Prag 1796, 8°., mit 13 K. K.); – „Lehren und Warnungen aus der Leidensgeschichte Jesu, in Fastenpredigten vorgetragen“, 4 Bdchn. (2. Auflage, Prag 1808, 8°.). [Oesterreichische National-Encyklopädie von Gräffer und Czikann (Wien 1835, 8°.) Bd. IV, S. 496.]