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BLKÖ:Richter, Ferdinand

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Richter, Eduard
Band: 26 (1874), ab Seite: 39. (Quelle)
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11. Richter, Ferdinand (Priester der Gesellschaft Jesu, geb. zu Linz in Oberösterreich 5. März 1711, gest. zu Klagenfurt im Jahre 1790). Trat im Alter von 17 Jahren in den Orden der Gesellschaft Jesu, in welchem er, während er seine eigenen Studien fortsetzte und die philosophische Doctorwürde erlangte, zu Gratz, dann zu Wien im Lehramte verwendet wurde. Später kam er als Lehrer und Beichtvater zu den Erzherzogen Karl und Leopold und dann zu den jüngeren Prinzen des kaiserlichen Hauses, in welcher Stellung er bis zum Jahre 1769 verblieb. Darauf erhielt er die Stelle des Beichtvaters der Erzherzogin Maria Anna [Bd. VII, S. 26, Nr. 212], mit welcher kunstsinnigen Prinzessin er sich im Jahre 1781 nach Klagenfurt begab und dort bis an sein Lebensende blieb, das ihn ein Jahr nach ihrem Tode im Alter von 79 Jahren ereilte. Von ihm sind im Drucke erschienen außer einer aus dem Französischen in’s Deutsche übersetzten, nach dem Muster der Nachahmung Christi von Thomas a Kempis verfaßten „Nachahmung der allerheil. Jungfrau Maria“, in lateinischer Sprache:“ „Carolus Vindex Bohemiae“ (Graecii 1745, Widmanst., 12°.); – „Dissertatio physica de calore viventium“; – „Dissertatio de Cometis“ (ibid. 1748 et 1749), letztere zwei neue Ausgaben der Schriften des Jesuiten Paul Casati.

Stoeger (Joh. Nep.), Scriptores Provinciae Austriacae Societatis Jesu (Viennae 1855, Lex. 8°.) p. 300.