Zum Inhalt springen

BLKÖ:Reß-Blažek, Věkoslava

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
korrigiert
<<<Vorheriger
Reslhuber, Augustin
Nächster>>>
Ressel, Joseph
Band: 25 (1873), ab Seite: 313. (Quelle)
[[| bei Wikisource]]
in der Wikipedia
Věkoslava Aloisia Ress-Blažková in Wikidata
GND-Eintrag: 132279835, SeeAlso
Dieser Text wurde anhand der angegebenen Quelle einmal Korrektur gelesen. Die Schreibweise sollte dem Originaltext folgen. Es ist noch ein weiterer Korrekturdurchgang nötig.
Linkvorlage für Wikipedia 
* {{BLKÖ|Reß-Blažek, Věkoslava|25|313|}}

Reß-Blažek, Věkoslava (Sängerin, geb. zu Prag 11. Juni 1841). Die Tochter des Musiktheoretikers Franz Blažek; früh zeigte sich ihr Gesangstalent, denn schon im Alter von sechs Jahren sang sie ihre heimatlichen Lieder. Den ersten Unterricht erhielt sie im Elternhause, dann kam sie in das Amerling’sche Institut, in welchem sie auch im Gesange ausgebildet wurde. Im Jahre 1852 trat sie in ein damals in Prag anerkanntes Gesangs-Institut, in welchem sie drei Jahre verblieb. Im Jahre 1857 sang sie bereits im Conservatorium zu Prag, nachdem sie früher schon in einigen öffentlichen Concerten mitgewirkt hatte. Der Bühne sich zuwendend, sang sie zuerst auf dem Theater in Strelitz, dann in Temesvár; im Jahre 1864 in Augsburg, 1865 und 1866 in Würzburg. Von da kam sie auf das Leipziger Stadt-Theater, wo sie über anderthalb Jahre blieb und sich bald die Gunst des Publicums ersang. Von Leipzig berief sie Capellmeister Abt an die Braunschweiger Bühne. In Braunschweig vermälte sie sich mit dem Altisten der dortigen Oper, Reß; im Herbste 1868 nahm sie Engagement am čechischen Theater in Prag, wo sie im Jahre 1872 sich noch befand. Ob sie auf den deutschen Bühnen auch mit dem unübersetzbaren Vornamen Věkoslava auftrat, ist nicht bekannt.

Květy, d. i. Blüthen (Prager illustr. Blatt, kl. Fol.) 1872, Nr. 16, S. 126 [daselbst auf S. 121 ihr Bildniß im Holzschnitt].