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BLKÖ:Raschdorf, Bernhard

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Band: 24 (1872), ab Seite: 369. (Quelle)
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Raschdorf, Bernhard (gelehrter Jesuit, geb. zu Kamenz in Schlesien 20. November 1683, gest. zu Prag 17. April 1759). Trat im Alter von 17 Jahren, 1700, in den Orden der Gesellschaft Jesu, in welchem er, während er die eigenen Studien beendete, zugleich im Lehramte thätig war. Er trug an verschiedenen Collegien des Ordens, zu Prag, Olmütz u. s. w. folgeweise lateinische Sprache, Dicht- und Redekunst durch 7 Jahre, Philosophie 6 Jahre, dann Controversen, heil. Schrift und höhere Theologie 18 Jahre, im Ganzen 32 Jahre vor. Darauf wurde er Vorsteher der theologischen und übrigen höheren Studien, welches Amt er durch 16 Jahre bekleidete, und zuletzt Rector Collogiorum. Auf diesem Posten, den er durch 7 Jahre versah. ereilte ihn ein plötzlicher Tod. Als er nämlich nach verrichteter Messe den Armen Almosen austheilte, stürzte er, vom Schlage getroffen, todt nieder. Die von ihm veröffentlichten Werke sind: „Anima corporis philosophici, naturae et artis et morum spiritu animati in vitae humanae monumentum, oblectamentum et documentum“ (Pragae 1722, Fol.); – „Universa Theologia uno verbo commendata subiunctis quaestionibus de ineffabili incarnationis mysterio“ (Olomucii 1726); – „Fons inexhaustus argumentorum theologorum divini verbi, sacra [370] scriptura pro salutari doctrina in compendio delibatus“ (Pragae 1730, 8°.).

Pelzel (Franz Martin), Böhmische, mährische und schlesische Gelehrte und Schriftsteller aus dem Orden der Jesuiten (Prag 1786, 8°.) S. 170. – Meusel (Johann Georg), Lexikon der vom Jahre 1750 bis 1800 verstorbenen teutschen Schriftsteller (Leipzig 1810, Gerh. Fleischer d. J., 8°.) Bd. XI, S. 47. –