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BLKÖ:Radetzky, „Vater“

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Band: 24 (1872), ab Seite: 196. (Quelle)
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Noch sei hier in Kürze zweier Mittheilungen gedacht, welche das Wiener „Fremden-Blatt“ in den letzten Jahren brachte. So lebte in Wien in der Vorstadt Margarethen ein Patental-Invalide F. M., der unter dem Namen „Vater Radetzky“ bekannt war und im August 1869 daselbst gestorben ist. Er hatte in den italienischen Feldzügen unter Radetzky gedient und bei Novara dem Feldherrn die Flasche mit dem Labetrunke gereicht. Er war im Jahre 1822 in die kaiserliche Armee eingetreten und hatte in derselben drei Capitulationen abgedient. Im Jahre 1859 wollte er wieder eintreten, wurde aber vom Assentplatze abgewiesen. Nach dem unglücklichen Ausgange der Schlacht von Solferino tröstete er sich aber damit, „daß es nicht anders kommen konnte, denn der „Vater Radetzky“ – dabei meinte er auch sich – sei nicht dabei gewesen“. [Fremden-Blatt (Wien, 4°.) 1869, Nr. 231, unter den „Tagesnotizen“.] –