Zum Inhalt springen

BLKÖ:Récsy, Emil

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
korrigiert
Nächster>>>
Redaelli, Karl
Band: 25 (1873), ab Seite: 103. (Quelle)
[[| bei Wikisource]]
in der Wikipedia
Emil Récsy in Wikidata
GND-Eintrag: 1023694034, SeeAlso
Dieser Text wurde anhand der angegebenen Quelle einmal Korrektur gelesen. Die Schreibweise sollte dem Originaltext folgen. Es ist noch ein weiterer Korrekturdurchgang nötig.
Linkvorlage für Wikipedia 
* {{BLKÖ|Récsy, Emil|25|103|}}

Récsy, Emil (ungarischer Rechtsgelehrter und Fachschriftsteller, geb. zu Klausenburg in Siebenbürgen im Jahre 1822, gest. zu Pesth 1. Juni 1864). Nachdem er in Klausenburg seine Studien beendet, erlangte er in Pesth im Jahre 1837 die Doctorwürde, und dem Lehramte sich zuwendend, erhielt er im Jahre 1847 die Professur der politischen Studien am Klausenburger Lyceum. Im Jahre 1848 kam er als Secretär in das Unterrichtsministerium nach Pesth, welche Stelle er, nachdem die Revolution bewältigt worden, verlor, worauf er einige Zeit bei der Redaction des „Pesti Naplo“ betheiligt war. Später erhielt er die Professur der politischen Wissenschaften an der Pesther Universität, in welcher Eigenschaft er bis zu seinem im Alter von erst 42 Jahren erfolgten Tode thätig war. Schon seit dem Jahre 1842 beschäftigte er sich mit schriftstellerischen Arbeiten und ließ zuerst eine ungarische Uebersetzung von Jeremie Bentham’s civil- und strafgesetzlichen Abhandlungen zu Klausenburg im Drucke erscheinen. Dann arbeitete er auf dem Gebiete der Verwaltungskunde, erläuterte [104] das Stempelgesetz, die Gesetze über die Grundsteuer in Ungarn, das österreichische Verwaltungsrecht und gab eine ungarische Uebersetzung des Werkes von Kudler: „Die Grundlehren der Volkswirthschaft“ und selbstständig das Werk: „A római jóg elvei tekintettel a történelmi fejlődésre“, d. i. Die Principien des römischen Rechtes mit Rücksicht auf dessen historische Entwickelung (Pesth 1857, 8°.) heraus. Auch auf belletristischem Gebiete war Récsy thätig, indem er für zwei belletristische Sammelwerke, und zwar für Franczia Regénycsarnok, d. i. Französische Romanhalle, und für Heckenast’s Téli könyvtár, d. i. Winterbibliothek[WS 1], für erstere die „Lelia“ und „Indiana“ von der George Sand, dann die „Mathilde“ von Sue, für letztere „Das Wüste Haus“ und „Schwere Zeiten“ von Boz-Dickens übersetzte.

Magyar irók. Életrajz-gyüjtemény. Gyüjték Ferenczy Jákabb és Danielik József, d. i. Ungarische Schriftsteller. Sammlung von Lebensbeschreibungen. Von Jacob Ferenczy und Joseph Danielik (Pesth 1856, Gustav Emich, 8°.) I. Theil, S. 385; – desselben zweiter, den ersten ergänzender Theil, von Danielik, S. 414. – Wiener Zeitung 1864, Nr. 140, S. 756; Nr. 144, S. 798. – Ungarische Nachrichten (Pesther polit. Blatt, Fol.) 1864, Nr. 127.

Anmerkungen (Wikisource)

  1. Vorlage: Winterbliothek.