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BLKÖ:Purgstall, Johann (Hanns) Ernst von

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
korrigiert
Band: 24 (1872), ab Seite: 87. (Quelle)
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13. Johann (Hanns) Ernst von P. (gest. im Jahre 1695), war innerösterreichischer Statthalter und geheimer Rath. Er war zuerst mit Regina Freiin von Galler, der Tochter Katharina’s von Galler, gebornen Freiin von Wechsler, verwitweten Frau zu Riegersburg und Lichtenegg, und Erbauerin der in den Türkenkriegen so berühmt gewordenen Riegersburg, vermält. Im Jahre 1670 wurde er in den Grafenstand erhoben, den sechs Jahre später die anderen damals lebenden Sprossen dieses Geschlechtes, und zwar Ferdinand Wilhelm, Hanns Adam und Georg Sigmund, die Söhne des Wolf Sigmund Freiherrn von Purgstall, und Hanns Gottfried, Karl Weikard und Wolf Andreas, die Söhne Karl’s von Purgstall, erhielten. Johann Ernst erscheint 1675 als Commissär bei dem berüchtigten Feldbacher Hexenprocesse, der mit der Verbrennung von vier Hexen endete. Der Pfarrer Georg Agricola wurde todt im Kerker gefunden. Johann Ernst’s zweite Gemalin war Katharina Gräfin von Herberstein, welche ihm die Herrschaft Liebenau zubrachte. Die dritte war Margaretha Freiin von Blasbiegel. Aus seiner Ehe mit der Gallerin hatte er zwei Söhne: Hanns Rudolph und Hanns Albert, letzterer Jesuit, durch den um den Besitz der Riegersburg ausgebrochenen Erbschaftstreit bekannt [s. d. S. 83]. Aus seiner zweiten Ehe mit der Herberstein hatte Johann Ernst eine Tochter Aloisia, die dem Grafen Hanns Colloredo vermält war. –