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BLKÖ:Potocki-Lubicz, die Familie

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Potocki, Adalbert
Band: 23 (1872), ab Seite: 153. (Quelle)
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Noch sei hier in Kürze einer anderen, ob mit den Potocki-Pilawa verwandten oder ganz besonderen, für sich bestehenden Familie ist nicht bekannt, der Potocki-Lubicz gedacht, welche mit Diplom vom 21. März 1817 den österreichischen Grafenstand erlangt haben. Wappenfarben und das Wappen selbst weisen auf eine gemeinschaftliche Abstammung beider Familien hin. Die genealogischen Nachweise dieser letzteren reichen bis in das 16. Jahrhundert zurück. Ein Severin Potocki war 1626 Wojwode von Samogitien; von seinen Söhnen war der Eine, Andreas, Cardinal und päpstlicher Nuntius in Warschau, wo er 1672 starb; ein zweiter, Franz (gest. 1694) war gleichfalls apostolischer Nuntius und Cardinal. – Ein anderer Severin P. war 1703 Castellan von Owrucz und ein Johann P. 1749 Mundschenk von Lithauen. Von Franz Xaver P. (gest. 9. November 1837) Senator, Castellan und seit 1815 Präses der Commission für Codificirung der polnischen Gesetze stammen die noch heute lebenden Sprossen der Potocki-Lubicz. Graf Franz Xaver war (seit 1802) mit Maria geb. von Czerwiński vermält und aus dieser Ehe gingen hervor: Graf Ludwig Mieczyslaw (geb. 1806), Gutsbesitzer in Galizien und erst jüngst (November 1870) zum Conservator alter Baudenkmale in Galizien ernannt; – Titus Eduard (geb. 1803), gestorben als Comthur des Johanniter-Ordens im Jahre 1841; – Leocadie (geb. 1808), vermält (seit 1825) mit Adam Stanislaus Fürsten Woroniecki, kais. russischer General-Major a. D., Adelsmarschall von Lublin, und Rosa (geb. 1810) vermält (seit 1831) mit Ludwig von Rembieliński. Graf Ludwig Mieczyslaw, der jetzige Chef der Familie Potocki-Lubicz, ist (seit 1834) mit Clotilde Horodyska (geb. 1814) vermält und sind aus dieser Ehe auch mehrere Kinder vorhanden.

Wappen der Potocki-Lubicz. In Blau ein silbernes Hufeisen und darüber ein silbernes Kreuz. Auf dem Schilde ruht die Grafenkrone, auf welcher ein gekrönter Turnierhelm sich erhebt, aus dessen Krone drei Straußenfedern, eine blaue zwischen silbernen, emporwallen.