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BLKÖ:Polheim, Wolfgang von

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
korrigiert
Band: 23 (1872), ab Seite: 65. (Quelle)
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26. Wolfgang von P. (Ritter des goldenen Vließes, geb. 1458, gest. 11. November 1512), aus der Wartenburg’schen Linie, Sohn Weikard’s von P. [Nr. 25] aus der Ehe mit Barbara von Traun, wurde 1458 von Kaiser Friedrich III. zum Rathe und Kämmerer seines Sohnes Maximilian I. ernannt und begleitete diesen nach den Niederlanden, wo er an dessen Gefahren und Kriegen gegen Frankreich und die Genter theilnahm. Er ward Maximilian’s geheimer Rath, Obersthofmeister und Hofmarschall und wurde 1500 zu Brüssel in den Orden des goldenen Vließes aufgenommen. 1492 begleitete er den Prinzen von Oranien in die Bretagne, um die mit Maximilian verlobte Erbprinzessin Anna von Burgund zu schirmen und hielt im Namen seines Gebieters das Beilager. Am 21. April 1501 wurde er oberster Hauptmann und Regent Niederösterreichs, mit Diplom vom 22. Jänner 1501 ward er in den Freiherrnstand erhoben als Reichsfreiherr zu Polheim und Wartenburg. Im September 1494 vermält er sich zu Mecheln mit Johanna von Borsell [66] die ihm zwei Söhne gebar. Er liegt mit seiner Gemalin in der Kirche zu Thalheim begraben. Er erscheint als einer der ritterlichsten, prachtliebendsten Sproßen seines Geschlechtes und war reich begütert. [Bergmann (wie bei Cyriak von P., Nr. 4), Bd. I, S. 164.]