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BLKÖ:Plappart, Joachim Friedrich

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
korrigiert
Band: 22 (1870), ab Seite: 401. (Quelle)
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Joachim Friedrich Plappart von Frauenberg in Wikidata
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Sein Bruder Joachim Friedrich (geb. zu Gratz 1751, gest. ebenda im December 1845) widmete sich gleichfalls dem medicinischen Studium, hörte dann im Jahre 1781 mit einem kaiserlichen Stipendium in Wien unter Professor Wolstein den Curs der Thierarzneikunde, aus welcher er im Jahre 1782 die Professur an der medicinisch-chirurgischen Anstalt zu Gratz erhielt. Diese bekleidete er bis zu seiner Jubilirung im Jahre 1822. Für seine Verdienste auf diesem Posten, sowie für seine Leistungen in den Seuchen des Jahres 1778 zu Rumansdorf und 1779 zu Groß-Florian und Wieseldorf wurde Joachim Friedrich, wie oben bemerkt, im Jahre 1784 geadelt In den Jahren 1788 und 1802 erwählte ihn die Gratzer Hochschule zu ihrem Rector Magnificus, auch erhielt er im letztgenannten Jahre den Titel eines k. k. Sanitätsrathes. Für seine ausgezeichneten Dienstleistungen in den kais. Feldspitälern während der Kriegsjahre 1813 und 1814 wurde ihm die große goldene Verdienst- und Ehrenmedaille mit Oehr und Band verliehen. Auch war er Ordinarius im Krankenspitale der Elisabethinerinen in Gratz. Schrader-Hering’s „Biographisch-literarisches Lexikon der Thierärzte aller Zeiten und Länder“ (Stuttgart 1863, Ebner und Seubert, gr. 8°.) nennt S. 324 den Protomedicus Leopold Franz irrig seinen Vater, da er doch nur sein leiblicher Bruder war. Joachim Friedrich scheint keine Nachkommenschaft hinterlassen zu haben und also mit ihm die Linie Plappart Ritter von Frauenberg erloschen zu sein. Hingegen pflanzte sein Bruder Leopold Franz das Geschlecht fort. Sein Sohn Anton, der um das Studienwesen so hochverdiente Hofrath der obersten Justizstelle [siehe dessen Biographie S. 398] brachte in diese Linie des Hauses den Freiherrnstand mit dem Prädicate von Leenheer, zur Erinnerung an seine aus einem alten Patriziergeschlechte der Stadt Brüssel entsprossene dritte Gemalin, Julie von Leenheer. Der heutige Stand der Familie ist aus der angeschlossenen Stammtafel ersichtlich. [Gothaisches genealogisches Taschenbuch der freiherrlichen Häuser (Gotha, Just. Perthes, 32°.) X. Jahrg. (1860), S. 615; XI. Jahrgang (1861), S. 565; XVI. Jahrg. (1866), S. 686.]