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BLKÖ:Pichler, Heinrich

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Pichler, Ignaz
Band: 22 (1870), ab Seite: 256. (Quelle)
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7. Heinrich Pichler (geb. zu Wels 7. Februar 1722, gest. 26. Juli 1809). Mit seinem Taufnamen heißt er eigentlich Mathias; er entstammt einer geachteten Bürgerfamilie der Stadt Wels, erhielt seine Erziehung im Stifte Kremsmünster und trat im Jahre 1743 daselbst in den Benedictinerorden, den Namen Mathias mit dem Klosternamen Heinrich vertauschend. Im Jahre 1749 erlangte er die Priesterweihe, wurde dann Katechet und bald darauf Professor der lateinischen Sprache. Nachdem er noch verschiedene Aemter im Stifte bekleidet hatte, erhielt er das Directorat über die Cleriker des Stiftes und wurde schon im folgenden Jahre Novizenmeister. Pichler setzte nach seines Klosterbruders Hieronym Fackler Tode dessen Werk: „Venerabilis coetus Religiosorum D. D. Conventualium Benedictino-Cremifanensium“ fort; unter seinen Händen wuchs dieses Werk zu großem Umfange an und enthält, wie Hagn berichtet, bis 1809 fortgeführt, viele werthvolle Notizen. Ferner verzeichnete er durch volle 60 Jahre die Vorfallenheiten im Stifte, schrieb über die Wahl und den Tod der Aebte Honorius, Martin, Alexander Fixlmillner und Erenbert III., sammelte geschichtliche Notizen über die Stiftskirche, die Pfarren u. s. w. „Freilich“, schreibt Hagn, „gleichen diese Schriften mehr einem großen Schutthaufen, unter dem aber bei vorsichtiger Durchsuchung die werthvollsten Bausteine sich finden“. Pichler starb als Senior des Stiftes im hohen Alter von 88 Jahren. [Pachmayr (Marianus P.), Historico-chronologica Series Abbatum et Religiosorum Monasterii Cremifanensis etc. (Styriae 1777, Abraham Wimmer, kl. Fol.) p. 783. – Hagn (Theodorich), Das Wirken der Benedictiner-Abtei [257] Kremsmünster für Wissenschaft, Kunst und Jugendbildung (Linz 1848, Quirin Haslinger, 8°.) S. 87, 210, 234 u. 280.] –