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BLKÖ:Pabliczek, Joseph

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Pablasek, Mathias
Band: 21 (1870), ab Seite: 153. (Quelle)
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Pabliczek, Joseph (k. k. Oberstlieutenant und Ritter des Maria Theresien-Ordens, geb. zu Deutschbrod in Böhmen 1713, gest. zu Prag 24. Februar 1781). Trat im Alter von siebzehn Jahren in die kaiserliche Armee, machte die Feldzüge in Italien, am Rhein, den Türken- und den Erbfolgekrieg mit und rückte innerhalb 25 Jahren stufenweise zum Hauptmann im Mineurcorps vor. Bei mehreren Belagerungen und bei Vertheidigungen fester Platze hatte er sich durch seinen Muth und seine Umsicht ganz besonders hervorgethan. Durch sein Verhalten während der Belagerung von Schweidnitz hatte er sich den Maria Theresien-Orden erworben. Er war daselbst Commandant des Mineur-Detachements und mit Legung von Minen und Contreminen beauftragt. Durch sieben Wochen hatte P. mit den Mineurs unter dem Glacis den anstrengenden Minenkrieg geführt und einen bedeutenden Antheil an der langen Vertheidigung der Festung erworben. In der 8. Promotion (vom 21. October 1762) erfolgte seine Decorirung. Mit der übrigen Besatzung theilte P. nach dem Falle der Festung das Schicksal der Kriegsgefangenschaft. Nach seiner Ranzionirung wurde er im Jahre 1764 Major und nachdem im Jahre 1772 die Mineur-Brigade dem Ingenieurcorps einverleibt wurde, in seiner Eigenschaft in dieses eingetheilt. [154] Im Jahre 1779 trat P. als Oberstlieutenant in den Ruhestand über und starb bald darnach zu Prag im Alter von 68 Jahren.

Hirtenfeld (J.), Der Militär-Maria Theresien-Orden und seine Mitglieder (Wien 1857, Staatsdruckerei, kl. 4°.) S. 166 u. 1730.