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BLKÖ:Ossoliński, polnisches Adelsgeschlecht, Genealogie

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
korrigiert
Band: 21 (1870), ab Seite: 119. (Quelle)
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Die Ossolinski sind ein uraltes polnisches Adelsgeschlecht, das, wie es den Anschein hat, im Mannsstamme bereits erloschen ist. Sie bekleideten seit Jahrhunderten hohe Würden und Aemter und standen der Krone immer sehr nahe. Ein Nikolaus O. war Castellan von Wislice und zog im Jahre 1386 mit Ladislaus Jagiello nach Lithauen, um ihm, wie Paprocki naiv genug schreibt, behilflich zu sein, „das dumme Lithauen“ zur Union und zur Annahme des christlichen Glaubens zurückzuführen; ein anderer Nikolaus war im Jahre[WS 1] 1440 Castellan von Radom; ein Hieronymus O. war Castellan von Sędomir und gründete mit der Tochter des Krakauer Castellans Zborowski das Geschlecht, das bis in die Gegenwart geblüht; sein Sohn Martin war Starost von Krzezow und Feldhauptmann des Königs Stephan Bathory; ein Georg Ossoliński hat sich durch seine Gesandtschaften nach Rom, Florenz, Venedig, England und Wien berühmt gemacht; dieser Georg ist es auch, den Kaiser Ferdinand II. in den Reichsgrafenstand erhoben hat. Franz Bohomolec hat das Leben dieses polnischen Magnaten, der am 3. August 1650 im Alter von 55 Jahren gestorben, in dem Werke: „Życie Jerzego Ossolińskiego“ (Warszawa 1777, 8°.) ausführlich beschrieben. Ueber drei Andere dieses Geschlechtes, über Hieronymus, Zbigniew und Christoph O., gibt Graf Joseph Maximilian Ossoliński im 4. Bande, S. 303 u. f., seines oberwähnten Werkes. „Wiadomości historyczno-krytyczne i t. d.“nähere Nachrichten. –

Anmerkungen (Wikisource)

  1. Vorlage: Jahrre.