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BLKÖ:O’Reilly, Alexander Graf

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
korrigiert
Band: 21 (1870), ab Seite: 88. (Quelle)
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Derselben Familie, nur einem anderen Zweige, gehört Alexander Graf O’Reilly (geb. in Irland im Jahre 1723[WS 1], gest. 1794) an, der gleichfalls dem Waffendienste sich widmete, seine militärische Laufbahn in Spanien begann und in dessen Diensten im österreichischen Successionskriege in Italien kämpfte. Im Jahre 1757 trat Graf O. in österreichische Dienste über und machte einige Feldzüge des siebenjährigen Krieges mit Auszeichnung mit, kehrte aber dann nach Spanien zurück, das ihn im Jahre 1765 zum Gouverneur der Havanna, bald darauf zu jenem von Louisiana ernannte. Er erreichte noch manche andere Würden, wurde später General-Gouverneur von Madrid, Director der Militärschule von Puerto Santa Maria, dasselbe administrative Talent entwickelnd, das seinen Landsmann Lacy (Lascy) [Bd. XIII, S. 464] in Wien so nützlich machte. Mit König Karl’s III. Tode aber fiel er in Ungnade und zog sich nach Catalonien zurück, wo er einsam und vergessen lebte, er, der bei einem Aufruhre in Madrid im Jahre 1765 dem Könige das Leben gerettet. [Ersch und Gruber, Allgemeine Encyklopädie der Wissenschaften und Künste, III. Section 5. Theil, S. 90, Artikel von Stramberg. – Gothaisches genealogisches Taschenbuch der gräflichen Häuser (Gotha, J. Perthes, 32°.) 36. Jahrg. (1863), S. 613. – Historisch-heraldisches Handbuch zum genealogischen Taschenbuche der gräflichen Häuser (Gotha 1855, Just. Perthes, 32°.) S. 669.]

Wappen. In Gold ein rother Sparren, begleitet von drei (zwei über einem) grünen Lorbeerzweigen.

Anmerkungen (Wikisource)

  1. Vorlage: 1737.