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BLKÖ:Neumann, Joseph

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
korrigiert
Band: 20 (1869), ab Seite: 270. (Quelle)
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Neumann, Joseph (Numismatiker, geb. zu Prag 29. Jänner 1815). Sohn des k. k. Appellationsrathes Johann Adam N., widmete sich schon in der Studienzeit um das Jahr 1834 dem Studium der Numismatik. Nachdem er am 10. Jänner 1837 in den Justizdienst getreten, wurde er am 28. März 1850 zum Landesgerichts-Assessor, am 24. März 1855 zum Kreisgerichtsrathe in Kuttenberg und am 11. Juli 1860 zum Landesgerichtsrathe in Prag ernannt. Die wenigen dienstfreien Stunden seines Berufes benützte er, um die Archive des k. k. Münzamtes in Prag und jene der k. k. Berghauptmannschaft in Kuttenberg zu durchforschen; eine Frucht dieser Beschäftigung sind die Daten über die Münzmeister und andere Münzbeamte, an den genannten beiden Münzstätten, welche im „Verzeichniss und theilweise Beschreibung einer Sammlung verkäuflicher böhm. Münzen“ (Prag 1854) abgedruckt stehen. Darauf nahm N. ein größeres Werk: „Beschreibung der bekanntesten Kupfermünzen“ in Angriff, wovon in den Jahren 1856 bis 1865 die ersten vier Bände mit 21 Heften, die europäischen und außereuropäischen Kupfermünzen neuerer Zeit, sowie englische Token enthaltend, erschienen sind und der fünfte Band (Jetone und Marken) im Erscheinen begriffen ist. Hierin sind bis nun über 31.000 Stück Kupfermünzen beschrieben. Außer diesem Werke unternahm N. noch die Fortsetzung des numismatischen Werkes: „Beschreibung der böhmischen Privatmünzen und Medaillen“ (Prag, 4°.), von welchem seit dem Jahre 1852 bis 1866 24 Hefte mit 83 Tafeln Abbildungen, verfaßt von Heinrich Otokar Miltner[WS 1] [Bd. XVIII, S. 332, im Texte], vollendet vorliegen. Die Fortsetzung und Vollendung dieses Werkes ward nur durch die mit großen Opfern verbundene pecuniäre Unterstützung von Seite Neumann’s ermöglicht. [271] N. ist auch der Begründer und dermalige Secretär des in Prag bestehenden Vereins für Numismatik, welchen er im Jahre 1849 in’s Leben rief, der aber unter der Ungunst der Zeiten in der erwarteten Entwickelung bisher zurückgeblieben ist.

Handschriftliche Notizen.

Anmerkungen (Wikisource)

  1. Vorlage: Heinrich Otokar Mittner.