Zum Inhalt springen

BLKÖ:Morelli von Schönfeld, Johann Peter

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
korrigiert
Nächster>>>
Morelli, Jacopo
Band: 19 (1868), ab Seite: 83. (Quelle)
[[| bei Wikisource]]
in der Wikipedia
Johann Peter Morelli von Schoenfeld in Wikidata
GND-Eintrag: 117143529, SeeAlso
Dieser Text wurde anhand der angegebenen Quelle einmal Korrektur gelesen. Die Schreibweise sollte dem Originaltext folgen. Es ist noch ein weiterer Korrekturdurchgang nötig.
Linkvorlage für Wikipedia 
* {{BLKÖ|Morelli von Schönfeld, Johann Peter|19|83|}}

Sein Bruder 1. Johann Peter (geb. zu Görz 29. September 1642, gest. im Jahre 1686) erhielt im Elternhaus eine sorgfältige Erziehung. In Gratz studirte er die Philosophie, dann ging er nach Padua, wo er den Rechtsstudien oblag, und erst 20 Jahre[WS 1] alt – die Doctorwürde erlangte. In sein Vaterland zurückgekehrt, widmete er sich ausschließlich dem Studium der älteren Gesetze desselben und veröffentlichte die Ergebnisse derselben durch den Druck. Sie erschienen unter folgenden Titeln: „In Illustr. comitatus goritiensis patrias constitutiones declaratorii libri duo, quorum primus civilia, secundus criminalia persolvit. Liber primus civilium: pars prima“ (Utini 1667, Schiratti, p. 85 4°.); – „In Illustr. comitatus goritiensis patrias constitutiones declaratorii libri primi civilium pars secunda ad ill. d. d. Franciscum Antonium comitem ab Attimis“ (ibid. 1669, p. 85 4°.); – „In illustrissimi comitatus Goritae patrias constitutiones, declaratorii libri primi civilium pars praecipua ed ultima ecc. ad Turrismundum Paulim Turrianum“ (ibid. 1674, p. 108 4°.). Diese drei Schriften, obgleich sie nichts anderes enthalten, als eine Menge von Ansichten und Gutachten berühmter Rechtsgelehrten ihrer Zeit, setzten doch Morelli’s Namen im Vaterlande in solches Ansehen, daß man ihn gemeiniglich den kleinen Salomon (Salomoncino) nannte. Noch erschien von ihm die folgende Schrift: „Jocus politicus“ (Venezia 1680, Antonio Sivani), eine Reihe von Maximen und Sentenzen welche die politische Wissenschaft, wie sie in jenen Tagen gang und gäbe war, zusammenfassen. Seine hinfällige Gesundheit hinderte ihn, sein Werk über die vaterländische Gesetzgebung, von welchem die oberwähnten drei Theile erschienen sind, zu vollenden. Der letzte Theil nämlich, welcher die alte görzische Strafgesetzgebung enthalten sollte, fehlt. Johann Peter Morelli war mit Anna Maria Posarelli von Weinberg vermält, aus welcher Ehe nur eine Tochter Anna Maria stammte, welche mit Franz Ignaz Grafen Toronini-Tronberg vermält war. Sein Bruder Johann Anton war es, der das Geschlecht fortpflanzte, denn aus dessen Ehe mit Juliana von Studenitz entstammt unser Geschichtschreiber Karl Morelli von Schönfeld, der Letzte seines Geschlechtes, dessen Lebensskizze bereits S. 80 u. f. mitgetheilt worden. [Morelli di Schönfeld (Carlo). Istoria della Contea di Gorizia (Gorizia 1855, Paternolli, 8°.) Volume III, p. 315.]

Anmerkungen (Wikisource)

  1. Vorlage: Jahee