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BLKÖ:Mitis, Wenzel Ferdinand Ritter von

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Mitis, Johann Wenzel
Band: 18 (1868), ab Seite: 369. (Quelle)
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5. Wenzel Ferdinand Ritter von Mitis (geb. zu Wien im December 1773, gest. ebenda 20. April“ 1812), ein Sohn des Hofrathes Ferdinand Georg [Nr. 3] und Bruder des Technikers und Erbauers der Sophien- und Karlskettenbrücke in Wien, Ignaz von M. [S. 370]. In Wien an den öffentlichen Lehranstalten gebildet, trat er, erst 20 Jahre alt, bereits in den Staatsdienst, und begann im J. 1793 seine politische Laufbahn bei der Hofkammer in Münz- und Bergwesens-Angelegenheiten. Ein ausgezeichneter Diensteifer und besondere Geschicklichkeit erwarben ihm bald das Zutrauen seiner Vorgesetzten, er wurde im Jahre 1805 zum wirklichen Hofsecretär bei der k. k Hofkammer und am 13. April 1809 zum Hofcommissionsrathe ernannt. In Würdigung seiner ausgezeichneten Dienste ernannte ihn Kaiser Franz am 29. Juli 1811, nach dem Tode des Hofrathes von Collin, zum wirklichen Hofrathe, und wurde ihm das wichtige Finanzdepartement unter der Leitung des Hofkammer-Präsidenten übergeben. Die ungemeine Anstrengung, mit der er auf diesem Posten seiner wichtigen und äußerst schweren Bestimmung entsprach, und seine rastlose Thätigkeit erschöpften seine Kräfte, so daß er am 20. April 1812, erst 41 Jahre alt, einer ihm zugestoßenen Krankheit erlag. Hofrath M. war zweimal vermält. Von den Kindern beider Ehen leben Ferdinand Ritter von M. aus der ersten [s. d. S. 368, Qu. Nr. 1] und Georg Freiherr von M. aus der zweiten Ehe. Ueber Letzteren vergleiche die besondere Lebensskizze S. 366. [Oesterreichs Pantheon. Gallerie alles Guten und Nützlichen im Vaterlande (Wien 1831, M. Chr. Adolph, 8°.) Bd. I, S. 152. – Oesterreichische National-Encyklopädie von Gräffer und Czikann (Wien 1835, 8°.) Bd. III, S. 691. – Vaterländische Blätter für den österreichischen Kaiserstaat (Wien, Strauß, 4°.) Jahrg. 1812, S. 222.]