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BLKÖ:Mangin, Joseph Johannes

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Manhart
Band: 16 (1867), ab Seite: 373. (Quelle)
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Mangin, Joseph Johannes (gelehrter Mönch, geb. zu Karancs Kessi in Ungarn 4. November 1720, gest. zu Augsburg im Februar 1794). Mit seinem Klosternamen heißt er Alexander a Sto Joanne a Cruce. Sein Vater Franz Blasius von Mangin war kaiserlicher Oberst. Der Sohn kam in jungen Jahren mit seinen Eltern nach München, wo er erzogen wurde und im Jahre 1738 in den Karmeliterorden eintrat. Im Orden vollendete er die philosophischen und theologischen Studien und übernahm alsbald ein Lehramt. Im Jahre 1756 lehrte er in Rom im Seminar des h. Pankratius, begleitete dann durch acht Jahre den Generalvisitator seines Ordens als Secretär auf seinen Reisen durch Frankreich, Holland und Deutschland, seit dem Jahre 1764 ist er aber in Augsburg, und zwar Prediger, Prior und Bibliothekar seines Klosters. In der katholischen Kirche hat er sich einen Namen gemacht durch seine bändereiche lateinische Uebersetzung und Fortsetzung von „Fleurii historia ecclesiastica a quodam Anonymo continuata, latine reddita, notisque castigata“, Tom. XXV–LI (Aug. Vind. 1767–1772, 8°.); die Fortsetzung Mangin’s hat den Titel: „Cl. Fleurii histor. ecclesiastica contin.“, Tom. LII–LXXXV (ebd. 1773–1794), worin die Geschichte vom Jahre 1595–1766 enthalten ist. Dazu gehört noch: „Ad Cl. cii historiam eccles. introductio, seu historia veteris et novi Testamenti Auctore Calmet, latine redd. a P. Alexandro a St. Joanne a Cruce“, Vol. 5 (ebd. 1788, 8°.). Wie sein Biograph Baur meldet, ist das Werk ohne Kritik und Geschmack geschrieben und entspricht selbst nicht den billigsten Forderungen von einer unparteiischen Kirchengeschichte für Katholiken.

Veith, Bibliotheca Augustana, Alph. XI, p. 1–18. – Nova Biblioth. Eccles. Freiburg., Vol. II, Fasc. IV, p. 105–108. – Baader, Gelehrtes Baiern, 1. (u. einziger) Band, S. 15.